Inhaltsverzeichnis:

 

 

Eberhard von der Recke...gestorben in Merseburg 1816

Maximilian Karl Wilhelm Grävell ...Beamter in Merseburg 1781/1760

Nachruf Justus Cölestin...Preußischer Beamter

Seffner, Bürgermeister

Gunther von Merseburg

Adolph Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowsky

Otto Gleithner

Friedrich von Krosigk, Regierungspräsident

Robert Rothe, Regierungspräsident

Gottlieb Reinefahrt, Bürgermeister

Eberhard Freiherr von der Recke, Politiker und General

Adopf Heinrich von Armin-Boitzenburg

Eberhard von der Recke, Regierungspräsident

Tilo von Wilmowsky....Landrat in Merseburg...1913-1919

Kurt von Wilmowsky...geb. in Merseburg....später Chef der ............................Reichskanzlei

 

 

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Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Recke (zeitgenössisch von der Reck, auch von Recke zu Stockhausen, * 15. Dezember 1744 in Stockhausen; † 20. März 1816 in Merseburg) war ein preußischer Politiker und General.

 

Er stammt aus dem in den Freiherrenstand erhobenen Adelsgeschlecht von der Recke und wurde nach dem Studium der Rechtswissenschaften Regierungspräsident inMinden, später in Kleve. Während seiner Tätigkeit in Minden gründete er das dortige Schullehrerseminar.

Im Auftrag des Königs Friedrich dem Großen wurde er am 30. Dezember 1784 zum preußischen Justizminister ernannt. In dieser Funktion wirkte er gleichzeitig als Präsident des Obertribunals.

Nach der französischen Besetzung Preußens 1807 wurde er in den Ruhestand versetzt. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 verwaltete er bis zum Ende des Wiener Kongresses in Abwesenheit des inhaftierten Königs Friedrich August als Zivilgouverneur das Königreich Sachsen.

Am 18. Oktober 1815 nahm Freiherr Reck im Namen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm die Erbhuldigung aller westfälischen Länder in Münster entgegen.

Verheiratet war Eberhard Freiherr von der Reck mit Lisette Freiin von Vincke. Er starb 1816 in der Hauptstadt der neugebildeten Provinz Sachsen, in Merseburg.

Freiherr von der Recke war Träger des Schwarzen Adlerordens und des Königlich Preußischen St. Johanniter-Orden.

aus Wiki 2014

 

 

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Maximilian Karl Wilhelm Grävell ...Beamter in Merseburg 1781/1760...Frankfurter Nationalversammlung

 

Encyclopädie der deutschen Nationalliteratur oder biographisch-kritisches Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten seit den frühesten Zeiten... von Oskar Ludwig Bernhard Wolff...1838

 

 

 

Maximilian Karl Friedrich Wilhelm Grävell

Maximilian Karl Friedrich Wilhelm Grävell (auch Carl; * 28. August 1781 in Belgard; † 29. September 1860 in Dresden) war Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

 

Grävell wurde als Sohn eines evangelischen Feldpredigers geboren. 1799 begann er sein Jurastudium in Halle (Saale), welches er 1801 mit einem Doktortitel abschloss. Im selben Jahr begann er als Auskultator am Stadtgericht Berlin und ein Jahr darauf heiratete Grävell. 1803 wurde er Regimentsquartiermeister und Auditor beim Füsilierbataillon von Sobbe in Essen und 1804 Kammergerichtsassessor in Berlin. Im selben Jahr wurde er zum Regierungsassessor in Płock ernannt und erwarb im selben Jahr das Gut Starckow bei Stolp. 1806 beendete er seine Tätigkeit in Płock und widmete sich ausschließlich seinem Gut. Aber bereits ein Jahr darauf ging er als Advokat nach Cottbus und blieb dort zwei Jahre. Anschließend ging er als Justizbeamter nach Dresden. Dort wurde er 1810 Mitglied der Freimaurer. 1811 wurde er Oberlandesgerichtsassessor in Soldin. In dieser Position blieb er nur ein Jahr und war anschließend, ebenfalls nur ein Jahr, Justitiar der Regierung in Stargard. In Stargard wurde er dann 1813 zum Rat beim Militärgouvernement und begann im selben Jahr als Hauptmann an den Befreiungskriegen teilzunehmen. Später wurde er dort zum Adjutanten des kommandierenden Generals der polnischen Landwehr und Brigadeadjutant im Berg'schen Korps.

Nach den Kämpfen wurde er 1816 Regierungsjustitiar in Merseburg, wovon er 1818 auf Grund einer Klage suspendiert wurde und nur noch ein Wartegeld in Höhe der Hälfte seines eigentlichen Gehaltes erhielt. Angeklagt war er wegen eines Preßvergehens, gebrochener Amtsverschwiegenheit und grober Beleidigung von Staatsministern. Dafür wurde er 1820 zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, die er in der Berliner Stadtvogtei absaß. Ebenfalls 1820 wurde er zur Zahlung von 50 Talern auf Grund eines Konflikts mit der Zensurbehörde verurteilt.

1824 erwarb er das Rittergut Wolfshayn bei Muskau. In Muskau wurde er 1825 bevollmächtigter Geschäftsführer der Fürst von Pücklerschen Standesherrschaft und blieb bis 1832 in dieser Position. 1829 wurde gegen ihn erneut ein Strafverfahren eingeleitet wegen Beleidigung der preußischen Generalkommission in Solding, der Regierung in Liegnitz und der preußischen Regierung, wofür er 1832 vom Oberlandesgericht Glogau zu drei Monaten Haft verurteilt wurde.

1833 wurde er Geheimer Justizrat im Ministerium von Kamptz, bevor er 1834 in den Ruhestand versetzt wurde. Anschließend zog er nach Spremberg und war dort als freier Schriftsteller tätig. In den folgenden Jahren zog er mehrfach innerhalb des Regierungsbezirks Frankfurt um, u.a. nach Lübben.

Am 18. Mai 1848 wurde Grävell als Abgeordneter für Muskau Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und blieb es bis zum 16. Mai 1849. Zu Beginn war er Mitglied der liberalen Fraktion Casino, wechselte aber später zum konservativen Café Milani.

Am 17. Juni 1848 wurde er Mitglied des Ausschusses für Gesetzgebung. Er galt als langweiliger, aber auch unermüdlichster Antragsteller des Ausschusses und war ein Verfechter der Monarchie. Nach dem Rücktritt Heinrich von Gagerns wurde Grävell, der am 9. Mai 1849 bereits zum Reichsinnenminister ernannt worden war, in den Wirren der Reichsverfassungskampagne am 16. Mai 1849 zum Reichsministerpräsidenten ernannt, was er ohne wirklichen Einfluss bis zum 3. Juni 1849 blieb.

aus Wiki

Nachruf Justus Cölestin...Preußischer Beamter...geb. in Merseburg....1748/1822....aus Allgemeine-Literatur-Zeitung Juli 1822

Seffner, Bürgermeister

Gunther von Merseburg

Gunther von Merseburg, auch Günther von Merseburg, (* vor 949; † 13. Juli 982 bei Crotone, Kalabrien, Italien) aus dem Adelsgeschlecht der Ekkehardiner war von 965 bis 976 und wieder von 981 bis 982 Markgraf der Mark Meißen und der Mark Merseburg.
Leben
Gunther, Sohn des Grafen Ekkehard von Merseburg, wurde von König Otto I. im Jahre 965 mit der Mark Merseburg belehnt. In Ottos Auftrag kämpfte er 966 in Kalabrien gegen Byzanz.
Weil er sich in den Jahren 974 bis 976 an den Aufständen Heinrichs des Zänkers gegen König Otto II. beteiligte, wurde er 976 seiner Markgrafschaft enthoben; mit seinem Sohn Ekkehard von Meißen ging er in die Verbannung. Erst 981 versöhnte er sich mit dem Kaiser und wurde nach dem Tode Thietmars I. erneut in seine Markgrafschaft eingesetzt.
Nach dem Tode des Markgrafen Wigger I. im Jahre 981 erhielt Gunther auch die Herrschaft über die Mark Zeitz.
Als Teilnehmer am Italienzug Ottos II. gegen die Sarazenen unter Emir Abu al-Qasim kam er am 13. Juli 982 in der Schlacht am Kap Colonna in Kalabrien ums Leben.
Ehe und Nachkommen
Gunther war mit Dubrawka von Böhmen verheiratet, die ihm einen Sohn gebar:
Ekkehard von Meißen (* ca. 960; † 30. April 1002), den späteren Herzog von Thüringen
Dubrawka heiratete um 965 den polnischen Herzog Mieszko I. aus der Herrscherfamilie der Piasten.

Wiki 2012

Friedrich Albert von Langenn

Von Langenn wurde in Merseburg geboren. Er studierte vom 23. Oktober 1816 bis 22. Januar 1820 an der Universität in Leipzig Jura. Langenn war Beamter des sächsischen Beamtentums und gehörte dem evangelischen Glauben an. Als Geheimrat war er als Erzieher für Prinz Albert, dem späteren König Albert von Sachsen, persönlich verantwortlich. Mit der Ablegung der Reifeprüfung des Prinzen, am 13. März 1845, endete diese Aufgabe. Zunächst hatte er von 1820-1822 eine Professur an der Universität Leipzig inne. Danach war von Langenn im sächsischen Justizministerium tätig.

Hof- und Justizrat Friedrich Albert von Langenn wird im Jahre 1835 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Leipzig verliehen. In Leipzig ist von Langenn ab 1832 als "Provisorischer königlicher Regierungs-Commissar" in Leipzig eingesetzt, um nach den Septemberunruhen des Jahren 1830 die Arbeit des bisherigen königlichen Kommissars Müller fortzusetzen.

Langenn hatte auch eine Biographie auf zu Moritz von Sachsen vorgelegt. Diese konnte wissenschaftlichen Ansprüchen nur recht unvollkommen genügen, da er seine Abschriften, die seiner Darstellung zugrundelagen, die größten Teiles aus dem Dresdner Archiv stammten, leider nicht signierte. Dieser Mangel einer wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden Edition der Politischen Korrespondenz wurde seit Erich Brandenburg 1901 mit Unterbrechungen bis 2006 behoben. Ähnliches läßt sich zu seinen Arbeiten u.a. zu Christoph von Carlowitz sagen.

Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowsky

Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowsky
Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowsky (* 7. Mai 1850 in Merseburg; † 1941) war Rittergutsbesitzer, Chef der Reichskanzlei, Oberpräsident von Schleswig-Holstein und Landeshauptmann der Provinz Sachsen.
Er war der Sohn des Karl von Wilmowsky (* 1817; † 1893), Chef des Zivilkabinetts von Kaiser Wilhelm I. von 1869 bis zu dessen Ableben 1888, und der Anna von Seebach († 1895).
Im Jahre 1870 wurde Wilmowsky zum Kammergerichts-Referendar ernannt. Als Gerichts-Assessor arbeitete er seit 1876. In Hannover wurde er 1877 zum Regierungsassessor berufen. Es folgte ein Posten als Amtshauptmann in Norden (Ostfriesland). Im Jahre 1895 erfolgte der Ruf an das preußische Landwirtschaftsministerium als Geheimer und Vortragender Rat in Berlin. Zum Geheimen Oberregierungsrat wurde er 1891 befördert, womit er Mitglied der Ansiedlungskommission für Posen und Westpreußen wurde und eine Aufgabe im Ausschuss für Hochwasserfragen übernehmen musste.
Ab 1894 diente er als Chef der Reichskanzlei unter Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Zum Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein erfolgte die Ernennung im Jahre 1901. Von 1906 bis 1908 war er Oberpräsident der preußischen Provinz Sachsen in Magdeburg. Ab 1908 bis 1921 hatte er Aufgaben als Landeshauptmann der Provinz Sachsen zu erfüllen.
Im Jahr 1919 wurde Wilmowsky Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.
Wilmowsky heiratete am 28. Mai 1877 Auguste von Wilke (* 7. April 1856), die Tochter des Hermann Karl von Wilke[1], Generalkonsuls in London und Geheimen Legationsrat im Auswärtigen Amt, und der NN. Nuglisch. 1893 erwarb er das Rittergut Marienthal in der Nähe von Eckartsberga in der Provinz Sachsen. Ein Sohn, Tilo von Wilmowsky, war Agrarpolitiker der Deutschnationalen und durch seine Heirat mit Barbara Krupp stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Krupp.

Quelle: Wiki 2010

Otto Gleithner

Otto Geithner
Otto Geithner (* 23. Mai 1876 in Merseburg; † 31. Juli 1948 in Gotha) war ein kommunistischer Politiker und Journalist.
Der gelernte Tischler Geithner kam nach Abschluss der Lehre auf der Walz, dort vor allem in der Schweiz mit sozialistischen Ideen in Kontakt und schloss 1894 der SPD an. Nachdem er sich in Arbeiterbildungsvereinen und in Kursen an der SPD-Parteischule weitergebildet hatte, war der zum linken Flügel zählende Geithner ab 1907, zunächst als Expedient des Parteiverlags, dann als Literaturredakteur des sozialdemokratischen Pressedienstes und ab 1910 als Redakteur und später Chefredakteur des Gothaer Volksblattes hauptamtlich für die Partei tätig.
Die Burgfriedenspolitik der Parteimehrheit nach Beginn des ersten Weltkrieges ablehnend, machte Geithner aus dem von ihm geleiteten Regionalblatt ein bis zum Verbot im Februar 1915 wichtiges Organ der Kriegsgegner. Geithner nahm im März 1915 an Treffen der Gruppe Internationale teil und fertigte später illegale Flugblätter des Spartakusbundes an und schloss sich 1917 der neu gegründeten USPD an, welcher sich in Gotha und Umgebung grosse Teile der bisherigen SPD-Mitgliedschaft anschlossen.
Nach der Novemberrevolution und der Abschaffung der Monarchie war Geithner als Vorsitzender des örtlichen Rates der Volksbeauftragten bis zur Berufung von Wilhelm Bock, Emil Grabow und Adolf Schauder als Volksbeauftragte am 30. November 1918 faktisch Regierungschef des Freistaates Sachsen-Gotha. Nach den Wahlen im Februar 1919, bei welchen die USPD die absolute Mehrheit in Sachsen-Gotha erreichte, gehörte er dem Gothaer Landtag bis zu seiner Auflösung 1923 an. Geithner sorgte unter anderem für Sozialreformen wie die Einführung des Acht-Stunden-Tages. Nach der Vereinigung der thüringischen Staaten zum Land Thüringen zog er im Mai 1920 auch in den dortigen Landtag ein, welchem er bis 1927 angehörte. Mit der Mehrheit der örtlichen USPD beteiligte sich Geithner Ende 1920 am Zusammenschluss mit der KPD zur VKPD, deren Zentralausschuss er vom Vereinigungsparteitag als Vertreter des Parteibezirkes Thüringen bis 1923 angehörte, weiterhin leitete er zeitweise die KPD-Tageszeitung Thüringer Volksblatt.
Der in der KPD zum „linken" Flügel um Ruth Fischer und Arkadi Maslow, dann zum „ultralinken" Flügel um Iwan Katz gehörende Geithner war einer der ersten prominenten parteiinternen Kritiker der ab 1925 amtierenden Führung um Ernst Thälmann, welcher (im März 1926) aus der Partei ausgeschlossen wurde. Geithner gründete zusammen mit den beiden ebenfalls aus der KPD ausgeschiedenen thüringischen Landtagsabgeordneten Agnes Schmidt und Hans Schreyer die Kommunistische Arbeitsgemeinschaft (KAG), welche aber bei den Landtagswahlen 1927 mit 0,46% der Stimmen den Einzug ins Parlament verfehlte. Geithner und seine Gruppe arbeiteten in der Folgezeit zeitweilig mit Karl Korsch eng zusammen und schlossen sich in der Endphase der Weimarer Republik der SAPD an.
Geithner wurde im 1935 verhaftet, zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt und nach Verbüßung der Strafe im Oktober 1938 ins KZ Buchenwald verschleppt, wo er bis zur Befreiung im April 1945 inhaftiert war. Nach Gotha zurückgekehrt, schloss er sich nicht der SED an, arbeitete bei der Thüringischen Volkszeitung und war von 1946 bis zu seinem Tod Direktor der Bibliothek auf Schloss Friedenstein.

Quelle: Wiki 2010

Friedrich von Krosigk...Ehrenbürger der Stadt Merseburg

Friedrich (Fritz) von Krosigk (* 28. September 1784 in Poplitz; † 7. März 1871 in Merseburg) war ein deutscher Politiker.


Friedrich von Krosigk stammt aus einem obersächsischen Uradelsgeschlecht, dessen Stammsitz Krosigk bei Halle (Saale) war. Er wurde Herr auf Großböhla, königlich-preußischer wirklicher Geheimer Rat und Regierungspräsident des Regierungsbezirks Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. Ferner war er Propst des Domstifts Merseburg.


Er heiratete am 1. Januar 1809 in Lampertswalde Henriette von Thielau (1790–1816) und in zweiter Ehe am 27. Mai 1818 in Kropstädt Karoline von Leipziger (1796–1840). Aus der zweiten Ehe ging der Sohn Kurt von Krosigk (1819–1898) hervor, der preußischer Geheimer Rat und Landrat wurde.

aus Wiki 2013

 

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 15,.4.2009 unter anderem:

Einen Ehrenbürger hatte man jahrzehntelang schlichtweg völlig übersehen. Vor 150 Jahren, am 30. September 1858, erhielt nämlich der Wirkliche Geheimrat und Dompropst Dr. Friedrich von Krosigk im Zusammenhang mit seinem 50-jährigen Jubiläum als Domherr von Merseburg die Ehrenbürgerwürde der Stadt.

Den Beschluss zur Auszeichnung anlässlich dieses seltenen Festes hatten die Stadtverordneten in ihrer Versammlung am 17. September 1858 gefasst. Die zeitgenössische Presse berichtete über das Ereignis folgendermaßen: "Darauf erschien eine Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten der Stadt Merseburg, in deren Namen Herr Bürgermeister Seffner in gediegener Ansprache dem Jubilar die innige Theilnahme auch der Stadt ausdrückte und bat, als Ausdruck des Dankes für die vielfachen und langjährigen Verdienste um die Bürgerschaft den Ehrenbürgerbrief der Stadt Merseburg in Empfang zu nehmen. Der Jubilar, durch diese Auszeichnung sichtlich überrascht, dankte in der herzlichsten Weise und unterhielt sich dann mit den einzelnen Mitgliedern der Deputation noch freundlichst und gemüthlichst über ihre einzelnen Beziehungen und über frühere Vorfälle seines Lebens in der Stadt."

Friedrich von Krosigk, geboren am 28. September 1784 als Sohn des Landrats Ferdinand Anton von Krosigk auf Poplitz war bereits 1801 in die Expektantenliste auf ein Kanonikat im Domkapitel Merseburg aufgenommen worden. 1808 wurde er in das Domkapitel aufgenommen und bereits 1813 zum Domdechanten gewählt. Am 6. November 1843 wurde er post obitum (nach dem Tode) des bisherigen Amtsinhabers Heinrich August von Holleufer zum Dompropst gewählt.

Ehemals sächsischer Stiftsrat wurde er nach 1816 preußischer Regierungsrat bei der Regierung Merseburg. Von Januar 1841 bis Anfang Oktober 1848 war er Regierungspräsident in Merseburg. Fast ein ganzes Jahrhundert lang lebten Angehörige der Familie von Krosigk in der Stadt Merseburg , Friedrich von Krosigk starb am 6. März 1871, sein Sarg wurde in der Familiengruft in Großböhla beigesetzt.

Robert Rothe...Regierungspräsident des Regierungsbezirks Merseburg

Robert Rothe (* 20. Juli 1803 in Bromberg; † 12. April 1893 in Halle (Saale)) war ein preußischer Politiker.

Rothe studierte Rechtswissenschaften in Berlin und wurde dort Mitglied des Corps Marchia Berlin. Seine Beamtenlaufbahn begann Rothe 1827 als Gerichtsreferendar in Marienwerder. Von 1861 bis 1876 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. Vom 21. Oktober 1848 bis zum 4. April 1849 gehörte er der Frankfurter Nationalversammlung an. 1875 wurde er Ehrenbürger von Halle. Auf dem dortigen Stadtgottesacker wurde er 1893 beigesetzt.

aus Wiki 2013

 

 

Oberbürgermeister Gottlieb Friedrich Wilhelm Reinefarth…7. Februar 1838 in Pechau, Kreis Jerichow, geboren….10. Januar 1917 in Merseburg gestorben

Er war vor seinem Amtsantritt in Merseburg bereits elf Jahre lang als Bürgermeister von Perleberg tätig.

In Merseburg übernahm er 1876 die Nachfolge des langjährigen Bürgermeisters Heinrich Seffner. Mit dem Bau des Ständehauses verhinderte er ein Abwandern des Parlaments der preußischen Provinz Sachsen und der Provinzialverwaltung nach Magdeburg. Schwerpunkte seiner weiteren Arbeit waren das Kanalisationssystem und die Wasserversorgung sowie Schulneubauten und Parkanlagen.

Weiterhin erfolgte während seiner Amtszeit der Bau der Kaserne in der Weißenfelder Straße. Eine Standortverlegung der in Merseburg stationierten Husaren konnte er nicht verhindern. Mit dem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 1897 wurde der Oberbürgermeister nun Ehrenbürger der Stadt als auch Geheimer Regierungsrat. Er verstarb 1917 in der Eisenbahnstraße 1. Die 1922 neu erbaute Reinefarthstraße wurde nach ihm benannt.

 

Die wesentlichen Daten wurden dem Bericht der MZ  „Ständehaus ist ihm zu verdanken“vom 29.10.2008 entnommen.

Eberhard von der Recke

Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Recke (zeitgenössisch von der Reck, auch von Recke zu Stockhausen, * 15. Dezember 1744 in Stockhausen; † 20. März 1816 in Merseburg) war ein preußischer Politiker und General.

Leben

Er stammt aus dem in den Freiherrenstand erhobenen Adelsgeschlecht von der Recke[1] und wurde nach dem Studium der Rechtswissenschaften Regierungspräsident in Minden, später in Kleve. Während seiner Tätigkeit in Minden gründete er das dortige Schullehrerseminar.

Im Auftrag des Königs Friedrich dem Großen wurde er am 30. Dezember 1784 zum preußischen Justizminister ernannt. In dieser Funktion wirkte er gleichzeitig als Präsident des Obertribunals.

Nach der französischen Besetzung Preußens 1807 wurde er in den Ruhestand versetzt. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 verwaltete er bis zum Ende des Wiener Kongresses in Abwesenheit des inhaftierten Königs Friedrich August als Zivilgouverneur das Königreich Sachsen.

Am 18. Oktober 1815 nahm Freiherr Reck im Namen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm die Erbhuldigung aller westfälischen Länder in Münster entgegen.

Verheiratet war Eberhard Freiherr von der Reck mit Lisette Freiin von Vincke. Er starb 1816 in der Hauptstadt des neugebildeten Herzogtums Sachsen, in Merseburg.

aus Wiki 2013

Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg...Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Merseburg


Von 1838 bis 1840 war er Regierungspräsident  des Regierungsbezirks Merseburg
Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg

Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg (* 10. April 1803 in Berlin; † 8. Januar 1868 auf Schloss Boitzenburg) war ein preußischer Staatsminister, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, Domdechant in Brandenburg, Kammerherr und Major der Landwehr-Kavallerie.

Er war der Sohn von Friedrich Abraham Wilhelm von Arnim (1767–1812) und Gräfin Georgine von Wallmoden-Grimborn (1770–1859) (geschieden 1806). Seine Mutter war die Tochter des kurhannoverschen Feldmarschalls Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn. Sein Vater war Gesandter in Dresden und Kopenhagen.

Leben

Adolf Heinrich von Arnim

Zunächst erhielt er Privatunterricht und war dann am Joachimsthalschen Gymnasium und von 1819 bis 1821 am Friedrichwerderschen Gymnasium in Berlin.[1] Nach seinem Jurastudium in Berlin und Göttingen war er 1825 als Einjährig-Freiwilliger bei den Garde-Ulanen.

1825 trat er in den preußischen Justiz- und Staatsdienst, zunächst als Auskultator am Stadtgericht und als Referendar am Kammergericht Berlin. 1830 wurde er Landrat im Kreis Uckermark und 1833 Vizepräsident im Regierungsbezirk Stralsund. Ab 1834 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Aachen und ab 1838 des Regierungsbezirks Merseburg.

1840 wurde von Arnim-Boitzenburg Oberpräsident der Provinz Posen. 1842 wurde er mit knapp 40 Jahren jüngster Preußischer Innenminister. Als solcher kämpfte er vergeblich für eine Verfassungsreform. Da er die romantisch-irrealen Pläne von Friedrich Wilhelm IV. nicht mittragen wollte, trat er 1845 zurück. Auch deswegen holte ihn der König nach dem Scheitern seiner Verfassungspläne und dem Ausbruch der Deutschen Revolution 1848/49 zurück in die Regierung. Vom 19. März 1848 bis 29. März 1848 war Arnim für wenige Tage erster Preußischer Ministerpräsident. Er trat erneut zurück, weil der König wiederum gegen seinen Rat eigene Pläne verfolgte, diesmal mit dem Versuch sich an die Spitze der Nationalbewegung zu stellen.

Arnim gehörte von 1839 bis 1868 dem brandenburgischen Provinziallandtag und 1847 dem Vereinigten Landtag[2] an. Vom 18. Mai bis zum 10. Juni 1848 war er Abgeordneter für Prenzlau in der Frankfurter Nationalversammlung. 1850 gehörte er dem Erfurter Unionsparlament, 1849–1868 erst der Zweiten Kammer des preußischen Landtags, dann dem Herrenhaus an.

Arnim starb am 8. Januar 1868 in Boitzenburg im Alter von 64 Jahren am „gastrischen Fieber“. Er wurde am 11. Januar im Arnim'schen Erbbegräbnis bestattet.[3]

Bis heute bekannt ist Arnim durch seine Äußerung als preußischer Innenminister zu Heinrich Heines Werk Die schlesischen Weber. Er bezeichnete das Werk in einem Bericht an König Friedrich Wilhelm IV. als „eine in aufrührerischem Ton gehaltene und mit verbrecherischen Äußerungen angefüllte Ansprache an die Armen im Volke“. Daraufhin ordnete das Königlich Preußische Kammergericht ein Verbot des Gedichts an, was 1846 zu einer Gefängnisstrafe eines Rezitators führte.

Eberhard von der Recke...Regierungspräsident in Merseburg

Eberhard Freiherr von der Recke (* 1847; † 1920) war ein preußischer Verwaltungsjurist, Landrat sowie Regierungspräsident in Köslin (1893–1898) und Merseburg (1898–1909).

Leben

Er begann 1871 als Gerichtsreferendar in Frankfurt (Oder) und Naumburg (Saale). Es folgten Tätigkeiten als Gerichtsassessor und Staatsanwaltsgehilfe in Breslau. Als Landrat wirkte er im Landkreis Querfurt, Provinz Sachsen von 1876 bis 1888. Seit 1888 diente Freiherr von der Recke als dienst tuender Kammerherr der deutschen Kaiserin Auguste Viktoria.

Eberhard Freiherr von der Recke war Rechtsritter des Johanniterordens.

aus Wiki 2013

Tilo von Wilmowsky....Landrat in Merseburg...1913-1919

aus Wikipedia....2015...https://de.wikipedia.org/wiki/Tilo_von_Wilmowsky

 

 
 
Barbara von Wilmowsky geb. Krupp und Tilo von Wilmowsky

Tilo von Wilmowsky (* 3. März 1878 in Hannover; † 28. Januar 1966 in Essen-Bredeney; vollständiger Name: Karl Adolf Thilo Freiherr von Wilmowsky) war ein deutscherVerwaltungsjuristRittergutsbesitzer und Industrieller. Sein Vater war der ehemalige Leiter der ReichskanzleiKurt von Wilmowsky.

 
Wilmowsky war in seiner Kindheit häufig in Schloss Spiez, der Sommerfrische des Großvaters [1]
 
Grabplatten für Tilo von Wilmowsky und seine Frau Barbara geb. Krupp auf dem Familienfriedhof Krupp in Essen-Bredeney

Wilmowsky legte sein Abitur am Französischen Gymnasium in Berlin ab und studierte anschließend Jura an den Universitäten München, Göttingen, Halle sowie in Großbritannien. In Göttingen schloss er sich 1898 dem Corps Saxonia an.[2][3]

Nach bestandenem Staatsexamen und anschließenden Referendariat arbeitete von Wilmowsky zunächst als Hilfsarbeiter im preußischen Innenministerium. Er heiratete am 7. Mai 1907 in der Villa Hügel in Essen Barbara Krupp, die zweite Tochter des verstorbenen Industriellen Friedrich Alfred Krupp und der Margarethe Krupp geb. Freiin von Ende. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor: Ursula (1908–1975), Friedrich (1911–1988), Renate (* 1914), Kurt (1916–1940), Brigitte (1918–2006) und Reinhild (1925–2011). Die Familie lebte auf Schloss Marienthal in der Nähe von Eckartsberga in der Provinz Sachsen, dem 1893 erworbenen Rittergut der Familie, das 1910 durch den Architekten Paul Schultze-Naumburg umgebaut wurde.[4] Das Gut wurde von einem Pächter bewirtschaftet, gleichwohl wurde Wilmowsky neben seiner Funktion als Landrat in Merseburg (1913 bis 1919) ein Interessenvertreter der Entwicklung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und Technik.

Während des Ersten Weltkriegs war er von 1915 bis 1918 als Chef der deutschen Zivilkanzlei unter den Generalgouverneuren Moritz von Bissing und Ludwig von Falkenhausen ins Generalgouvernement Belgien abgeordnet und entwarf, wie er später selbstkritisch feststellte, Annexionspläne zur Einverleibung französischer Industriegebiete.[5]

1919 schied er aus dem Staatsdienst aus. Von 1920 bis 1933 wirkte er als Vorsitzender des Landbundes und zugleich von 1922 bis 1933 als Vizepräsident derLandwirtschaftskammer in der Provinz Sachsen. Er schuf das Reichskuratorium für Technik in der Landwirtschaft, dem er als Präsident von 1922 bis 1933 vorstand. Während der siebenmonatigen Haft seines Schwagers Gustav Krupp im Jahr 1923 führte er die Friedrich Krupp AG, dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender er seit dem 9. Dezember 1918 war, Aufsichtsratsmitglied war er seit dem 3. Dezember 1910. Von 1925 bis 1930 führte er die DNVP-Fraktion im Provinziallandtag der Provinz Sachsen. Seine Abkehr vom deutschnationalen Kurs Alfred Hugenbergs im Jahr 1929 war allerdings nur halbherzig, die Machtübergabe an Hitler begleitete er mit einem leise zweifelnden „ich glaube, er hat den guten Willen“ (Tagebucheintrag am 1. Januar 1934).[6]

Seit 1925 führte er für zehn Jahre den Wirtschaftsverband Mitteldeutschland. 1930 war er kurzzeitig Mitglied des preußischen Staatsrates, von 1931 bis 1933 stellvertretender Vorsitzender des Bund zur Erneuerung des Reiches (Lutherbund), der eine umfassende Verfassungs- und Verwaltungsreform planen sollte, mit der die preußische Dominanz im Deutschen Reich zurückgedrängt werden sollte.

Von 1931 bis 1944 leitete Wilmowsky als Vorsitzender des Präsidiums den Mitteleuropäischen Wirtschaftstag, einen Interessenverband der führenden deutschen Unternehmen und Verbände, der langfristig auf eine wirtschaftliche Vereinigung Mittel- und Südosteuropas unter der Kontrolle der deutschen Wirtschaft hinarbeitete. Im Herbst 1932 nahm er das ihm vom Kabinett Papen angebotene Amt eines Oberpräsidenten der Provinz Sachsen nicht an. Das Amt war infolge der Absetzung der demokratischen preußischen Staatsregierung Braun-Severing nicht besetzt.

1933 wurde er durch die Nationalsozialisten aus den öffentlichen Ämtern gedrängt, trat aber dennoch 1937 der NSDAP bei[7] und gehörte „rückblickend“ zu denen, die „ausharrten, um Schlimmeres zu verhindern“. Er blieb Mitglied im Reichsbahnbeirat und war damit und mit dem Vorsitz beim Mitteleuropäischen Wirtschaftstag und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz bei Krupp auch im Nationalsozialismus ein einflussreicher Wirtschaftsführer. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurden er und seine Frau Barbara inhaftiert. Ihm wurde die Teilnahme am Reusch-Kreis vorgeworfen[8] sowie GoerdelersTagebuchaufzeichnungen, die in die Hände der Gestapo fielen, über ein Gespräch an dem auch Johannes Popitz und Ulrich von Hassell teilgenommen hatten.[9] Obwohl ihm eine direkte Beteiligung am Attentat nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er vom Polizeigefängnis Halle für sechs Wochen in das Zellengefängnis Lehrter Straße und danach ins KZ Ravensbrück überstellt. Er überlebte den elftägigen Marsch der KZ-Häftlinge nach Schwerin und kehrte nach der Befreiung nach Marienthal zurück.

Nach Kriegsende versuchte das Ehepaar, das Gut Marienthal zu halten, nachdem aber die Region von den Amerikanern an die sowjetische Besatzungsmacht übergeben worden war, stieg der politische Druck enorm an, sodass sie im Zuge der Bodenreform aufgrund der Größe des landwirtschaftlichen Gutes von über 100 Hektar enteignet und vertrieben wurden. Sie kamen zunächst in ihrem Waldgut in Buchenau bei Bad Hersfeld unter. Später lebten sie in einem großzügig umgebauten ehemaligen Torhüterhaus im Park der Villa Hügel in Essen.

Beim Krupp-Prozess wurde er als Zeuge der Verteidigung gehört. Sein Schwager wurde verurteilt und er schrieb eine Kampfschrift gegen die Nürnberger Prozesse, die 1950 veröffentlicht wurde, kurz bevor Alfried Krupp von Bohlen und Halbach am 31. Januar 1951 begnadigt wurde.

Er gehörte auch nach dem Krieg dem Krupp-Direktorium an. Bis zu seinem Tode hatte er einen Sitz im Familienrat.

Ehrungen[Bearbeiten]

Tilo von Wilmowsky wurde von der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.[10]

Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) als Nachfolgeorganisation des von Wilmowsky geleiteten Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft vergibt seit 1978 die Tilo-Freiherr-von-Wilmowsky-Medaille und ehrt damit „Persönlichkeiten, die wertvolle Impulse zum Wohle der landwirtschaftlich tätigen Menschen gegeben haben, dem KTBL in seiner Zielsetzung gedient sowie den agrartechnischen Fortschritt nachhalti

Kurt von Wilmowsky....geb. in Merseburg....1894 Chef der Reichskanzlei

aus Wkipedia...2015...https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_von_Wilmowsky

 
 

Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowsky (* 7. Mai 1850 in Merseburg; † 6. August 1941 in Jena) war Rittergutsbesitzer, Chef der ReichskanzleiOberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein undLandeshauptmann der Provinz Sachsen.

 

Er war der Sohn von Karl von Wilmowsky (1817–1893; 1869–1888 Chef des Geheimen Zivilkabinetts von Kaiser Wilhelm I.) und Anna Freifrau von Wilmowsky geb. von Seebach († 1895).

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften begann von Wilmowsky eine Beamtenlaufbahn als Kammergerichts-Referendar. 1876 wurde er nach dem bestandenen 2. Staatsexamen zum Gerichts-Assessorernannt und arbeitete ab 1877 als Regierungs-Assessor in Hannover. Anschließend wurde er Amtmann in Norden (Ostfriesland). 1891 wurde er zum Geheimen Oberregierungsrat befördert und arbeitete als Mitglied der Ansiedlungskommission für Posen und Westpreußen sowie im Ausschuss für Hochwasserfragen. Ab 1894 diente in Berlin er als Chef der Reichskanzlei unter Reichskanzler Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Im Jahre 1895 wechselte er als Vortragender Rat an das preußische Landwirtschaftsministerium.

1901 wurde von Wilmowsky zum Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ernannt. Von 1906 bis 1908 war er Oberpräsident der Provinz Sachsen in Magdeburg. Von 1908 bis 1921 amtierte er alsLandeshauptmann der Provinz Sachsen.

Im Jahr 1919 wurde von Wilmowsky Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Von Wilmowsky heiratete am 28. Mai 1877 Auguste von Wilke (* 7. April 1856), die Tochter des Hermann Karl von Wilke (Generalkonsul in London und Geheimer Legationsrat im Auswärtigen Amt) und der Sidonie von Wilke geb. Nuglisch. 1893 erwarb er das Rittergut Marienthal in der Nähe von Eckartsberga in der Provinz Sachsen.[1] Sein Sohn Tilo von Wilmowsky war Agrarpolitiker der Deutschnationalen Volkspartei und nach seiner Heirat mit Barbara Krupp stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Krupp AG.