Inhaltsverzeichnis

 

johann Friedrich Weise...Orgelbauer zu Merseburg...1764 in Merseburg tätig

Johann Dietrich...Orgelbauer in Merseburg...um 1750 in Merseburg tätig

Richard Eilenberg...Komponist...1848/1827

Eberhard Eßrich...Kirchenmusiker...1913/2010

Johann Gottlieb Graun...Komponist...1703/&1773

Johann Joachim Quantz...Komponist...1697/1773

Elisabeth Schumann...Sophranistin...1888/1952

Carl Joseph Chwatal...Orgelbauer...1811/1887

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Johann Friedrich Weise...Orgelbauer zu Merseburg 

Anbei ein Bericht aus dem Leipziger Intelligenzblatt vom 8.12.1764

Der Orgelbauer Johann Friedrich Weise macht in dieser Zeitung sein Gewerbe und seine bisherigen Orgelbauten einem breiten Publikum bekannt. Die Superintendenten als seine Auftraggeber haben ihm gute und preiswerte Arbeit bescheinigt. Seine Orgeln wurden für die Kirchen in den Gemeinden Rudolstadt, Schweinsburg, Oberlockwitz, Haynersdorf, Weißen, Schweinitz, Dorndorf, Neustadt an der Orla, Oberpöllnitz, Linden-Creutz, Lichtenau, Rimmeritz, Baaren, Welckeldorf, Leißburg, Atzendorf, Radewell und privat für einem Kaufmann in Merseburg gebaut. Die Orgeln verfügten über 5 bis 24 Register und die Preise lagen zwischen 100 und 500 Talern. 

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Johann Dietrich

 

 

Johann Dietrich war ein deutscher Orgelbauer und Mechanicus, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts seine Orgelwerkstatt in Merseburg hatte.

Sein Sohn J. C. Dietrich war ab 1775 in der Kirche Schkeitbar Pfarrer und nahm 1788 beim Orgelneubau durch Johann Gottfried Krug entscheidenden Einfluss auf dieDisposition.

Als Dietrich 1742 in Merseburg statt des Hinterwerks ein Rückpositiv bauen soll, wird Zacharias Hildebrandt um ein Gutachten über Dietrichs Dispositionsentwurf gebeten.[1][2]

Im Vorfeld des Orgelbaus in Gollma (1743) verteidigte der Gollmaer Pfarrer Dietrich gegenüber Stimmen, die ihn als „Tischler“ diskreditieren wollten: „Es ist anden, daß sich einer von Merseburg, er sey nun ein Tischler, welches mir nicht bekannt, oder ein orgel-Bauer, der es ex professo gelernet, wofür er sich ausgiebt, zur Erbauung der Gollmischen Kirchen-Orgel gemeldet … hat.“[3] Dietrich erhielt den Auftrag und bestätigt eine Anzahlung nach sechs Tagen. Bei Abnahme der Orgel wird festgestellt, dass mehr Register als vereinbart aus Holz statt aus Zinn angefertigt waren.[4]

Am 15. August 1753 beschwerte sich Dietrich beim Konsistorium Merseburg darüber, dass man dort aufgrund der böslicher weise erfolgten Kritik an der Orgel in Oberbeuna alle in hiesigem Stifte vorgefallene Orgelbaue mit vielen Kosten derer Kirchen auswärtigen Orgelbauern zuüberlaßen, mir aber, da ich alhier gegenwärtig, von meiner Profession Steuern und Gaben entrichten muß, und in die Länge der Zeit mit Weib und Kindern schwerlich subsistiren kan, zu entziehen.[5] Das Konsistorium stellte daraufhin Dietrich frei, seine Orgeln in Oberbeuna und Ermlitz durch Verständige auf eigene Kosten besichtigen zu lassen und deren Berichte dem Amt vorlegen zu lassen, was allerdings nicht erfolgte.

Nachgewiesene Werke[Bearbeiten]

Jahr

Ort

Kirche

Bild

Manuale

Register

Bemerkungen

 

Ermlitz

Kirche

 

 

 

 

1742

Merseburg

St. Maximi

 

 

 

Anschlag zum Umbau der Orgel

1743

Gollma

Kirche

 

 

 

 

1745

Kleinkorbetha

Kirche

 

 

 

Wurde 1800 durch eine Orgel von Trampeli ersetzt.

1746–1747

Oberbeuna

Kirche

 

 

 

Bereits 1751 stellte der Pfarrer fest, dass „die Disposition“ der Orgel „schlecht, und das gantze Werck nicht zum besten gerathen“ sei.

1751

Kreypau

Kirche

 

 

 

Anschlag für den Bau einer Orgel. Aufgrund der schlechten Einschätzung der Orgel in Oberbeuna erhielt Dietrich nicht den Zuschlag zum Bau.

1756–1757

Delitz am Berge

Kirche

 

 

 

 

aus WIKI 2014

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Richard Eilenberg

Richard Eilenberg
Richard Eilenberg (* 13. Januar 1848 in Merseburg; † 5. Dezember 1927 in Berlin) war ein deutscher Komponist.
Eilenbergs musikalischer Werdegang begann mit dem Studium der Fächer Klavier und Komposition. Mit 18 Jahren komponierte er sein erstes Werk - eine Konzert-Ouvertüre. Als Freiwilliger nahm er am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teil. Eilenberg war seit 1873 Musikdirektor und Dirigent in Stettin und ließ sich 1889 in Berlin als freier Komponist nieder, wo er in zweiter Ehe mit seiner Frau Dorothee in der Bremer Straße 73 wohnte.
Eilenberg komponierte vor allem Märsche und Tänze für Orchester, Harmonie- und Militärmusik, ein Ballett „Die Rose von Schiras" op. 134 und die Operetten „Comteß Cliquot" (1909), „König Midas", „Marietta" und „Der tolle Prinz". Von Bedeutung sind auch die von ihm komponierten Märsche „Krönungsmarsch" (für Alexander III. von Russland) und „Janitscharen-Marsch" op. 295, der anlässlich des Preismarschwettbewerbs entstand.
Am bekanntesten sind jedoch seine der Salon- bzw. Unterhaltungsmusik zuzurechnenden Stücke „Petersburger Schlittenfahrt" op. 52 und „Die Mühle im Schwarzwald" op. 57 geworden. Eilenberg hinterließ ca. 350 Kompositionen, darunter 10 Fantasien nach Melodien großer Meister unter dem Titel „Ehrenkränze der Tonkunst" op. 268 - 277 und die Suite „Durch Feld und Wald" op. 119. Die eher abwertende Beurteilung seiner Charakterstücke durch die zeitgenössische Musikpublizistik als trivial und seicht hat deren Popularität in keiner Weise geschadet.
Sein Grab befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Quelle: Wiki 2010

Eberhard Eßrich

Am vergangenen Montag ist in Wolfenbüttel der frühere Lüdenscheider Kirchenmusiker Eberhard Eßrich verstorben, wenige Tage nach seinem 97. Geburtstag.

Eberhard Eßrich wurde am 16. Juli 1913 in Merseburg in Sachsen-Anhalt geboren. Nach dem Abitur studierte er am "Kirchenmusikalischen Institut" des Leipziger Konservatoriums, der "Mendelssohn-Akademie". Seine Lehrer waren unter anderem Thomaskantor Karl Straube und Komponist Johann Nepomuk David. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Eßrich für kurze Zeit Organist am Dom seiner Heimatstadt und hatte damit ein Amt inne, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten in Deutschland gehört hatte.

Nach Kriegsende siedelte Eberhard Eßrich in den Westen um: In Bielefeld war er von 1946 bis 1963 Organist und Kantor an der evangelischen Pauluskirche und Orgeldozent an der Pädagogischen Hochschule. Von Bielefeld aus unternahm er Konzertreisen nach Frankreich und Spanien.

Dritte und letzte Station seines Berufsweges war Lüdenscheid. Dort war er von 1963 bis 1978 als Kantor an der Erlöserkirche und als Kirchenmusikwart des damaligen evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid tätig. Zu den Schwerpunkten seines Wirkens gehörten die umfangreiche Chorarbeit (evangelischer Kinderchor/evangelische Jugend-Kantorei/"Heinrich-Schütz-Kantorei") sowie das Spiel der von ihm konzipierten Alfred-Führer-Orgel in Gottesdienst und Konzert. 1968 wurde Eberhard Eßrich der Titel "Kirchenmusikdirektor" von der Evangelischen Kirche Westfalens verliehen. In deren Auftrag fungierte er ab 1972 als Orgel- und Glockensachverständiger für die Region Südwestfalen.

Eberhard Eßrich war es stets ein wichtiges Anliegen, die christliche Botschaft durch die "Musica Sacra" zu bezeugen. "Mit der Kirchenmusik eine Freude schenken wollen, die in die Ewigkeit hinein klingt" - so beschrieb er einmal sein Amtsverständnis. Viele Lüdenscheider - insbesondere damals noch junge Menschen, die in den Chören sangen oder seine Orgelschüler waren - sagen Eberhard Eßrich für alles Prägende von Herzen Dank.

Quelle: Traueranzeige aus dem Westfälischen Anzeiger 2010

Johann Gottlieb Graun (1703-1771)

Johann Gottlieb Graun (* 28. Oktober 1703 in Wahrenbrück; † 27. Oktober 1771 in Berlin) war ein deutscher Violinist und Komponist der Vorklassik.

Johann Gottlieb Graun erhielt seine Ausbildung zwischen 1713 und 1721 an der Dresdner Kreuzschule, obschon er für die Jahre 1718 und 1719 an der Universität Leipzig immatrikuliert war. Sein Violin- und Kompositionslehrer war Johann Georg Pisendel. 1723 reiste er nach Padua, wo er sich „etliche Monath“ aufhielt, um dort bei Giuseppe Tartini zu studieren. Danach kehrte er nach Dresden zurück und hatte ab 1726 eine Anstellung am herzoglichen Hof in Merseburg. Ab 1731 war er für ein Jahr beim Fürsten zu Waldeck in Arolsen angestellt und kam 1732 mit seinem jüngeren Bruder Carl Heinrich Graun in den Dienst des preußischen Kronprinzen Friedrich in Ruppin. 1736 zog Friedrich mit seiner auf inzwischen siebzehn Musikern angewachsene Hofkapelle nach Rheinsberg. 1740 wurde Friedrich König und Graun blieb bis zu seinem Tode als Konzertmeister und Kammermusiker in Diensten des Königs; er war verantwortlich für die Streicher des königlichen Opernorchesters.

Seine bekanntesten Violinschüler waren Wilhelm Friedemann Bach und Franz Benda.

Zu seinen Kompositionen zählen zahlreiche Opern, Oratorien, weltliche und kirchliche Kantaten, Ouvertüren, Sinfonien, Violin- und Cembalokonzerte und ein umfangreiches kammermusikalisches Werk.

Im Kreismuseum Bad Liebenwerda informiert eine Dauerausstellung über Leben und Werk der Gebrüder Graun. Ebenfalls in Bad Liebenwerda findet seit 2003 alle zwei Jahre ein internationaler Wettbewerb um den Gebrüder-Graun-Preis statt, seit 2011 verbunden mit einem Musikfestival.

aus Wiki 2014

Johann Joachim Quantz

Als Sohn eines Hufschmieds, am 30.01. 1697 in Scheden bei Göttingen geboren, wurde er nach dem frühen Tod seiner Eltern zunächst von einem als Stadtmusikus in Merseburg tätigen Onkel und später dessen Kollegen aufgezogen. Dort erhielt er eine Ausbildung als Stadtpfeifer und begann seine ersten kompositorischen Versuche, wobei sein damaliges Hauptinstrument noch die Violine war. Nach kurzen Aufenthalten in Radeberg, Pirna und Dresden kehrte Quantz 1714 nochmals nach Merseburg zurück, bevor er 1716 eine Stelle bei dem Dresdner Stadtmusikus Gottfried Heyne antrat. Nachdem er viele Reisen durch Europa unternahm, kam er 1727 nach Dresden zurück und wurde Flötist im gleichen Orchester. Später baute er selbst Flöten, außerdem komponierte er ca. 300 Konzerte und zahlreiche Sonaten, Suiten und Kammermusik. J.J. Quantz verstarb am 12.07.1773 in Potsdam.

Elisabeth Schumann

Elisabeth Schumann

Elisabeth Schumann (* 13. Juni 1888 in Merseburg, Deutschland; † 23. April 1952 in New York, USA) war eine deutsche Sopranistin.
Elisabeth Schumann erlernte ihre Gesangskunst in Berlin und Dresden. 1909 feierte sie ihr Bühnen-Debüt in Hamburg mit einer Rolle in Wagners Tannhäuser und blieb 7 Jahre. In dieser Zeit spielte sie Rollen wie die der Susanna in Mozarts Oper Le nozze di Figaro, die Zerlina in Don Giovanni, die Rolle der Eva in Die Meistersinger von Nürnberg und die Rolle der Sophie im Rosenkavalier von Richard Strauss.
Schumann war Mitglied des Royal Opera House Covent Garden und der Wiener Staatsoper. Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde ihre Karriere 1937 jäh durch ein Berufsverbot beendet, ebenso wie die ihres damaligen, zweiten Ehemannes, des Dirigenten Karl Alwin, mit dem sie von 1920 bis 1938 verheiratet war. Während Alwin erst 1938 nach Mexiko emigrierte, ging sie schon 1937 in die USA. Dort wurde sie sofort in die Fakultät des Curtis Institute of Music in Philadelphia aufgenommen.

Quelle: Wiki 2010

Carl Joseph Chwatal

Carl Joseph Chwatal (* 13. Januar 1811 in RumburgBöhmen; † 12. April 1887 in MerseburgProvinz Sachsen) war ein deutscher Orgelbauer böhmischer Herkunft.

Chwatal ist der Sohn des Orgelbauers Joseph Chwatal († 1836), der mit seiner Familie aus dem katholischen Böhmen ausgewandert war und sich um 1820 in Merseburg niedergelassen hatte. In der aufstrebenden preußischen Kreisstadt richtete er eine Orgelbauwerkstatt ein. Bereits frühzeitig lernte hier sein Sohn Carl Joseph den Orgelbau, sodass er nach dem Tod des Vaters dessen Werkstatt übernehmen konnte. Im Alter von 27 Jahren übernahm er als ersten Großauftrag 1838 den Bau der neuen Orgel in der Kirche von Sylda im Mansfelder Gebirgskreis. 1841 vollendete er die Orgel. Doch war sie nach dem Urteil des ortsansässigen Kantors ein "halbvollendetes Kunstwerk", sodass Chwatal 1855 einen großen Umbau auf Kosten der Syldaer Kirchgemeinde vornehmen musste. Weitere Orgeln baute er für Kirchen im Umkreis von Merseburg, darunter für die Kirche in Lunstädt.

Chwatals Söhne August Bernhard Chwatal (1844–1912) und Carl Otto (1848–1902) wurden ebenfalls Orgelbauer.

aus Wiki...2014