Carl Friedrich Eduard Erhard....Maler....verstorben 1832 zu Merseburg... aus....Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten von dem Leben und den ....1837....4. Band

Melchoir Brenner

Melchior Brenner führte im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert umfangreiche Baumaßnahmen für den sächsischen Hof aus. Der Steinmetz und Baumeister, der wahrscheinlich aus Freiberg stammte, bediente sich zeitgemäßer Renaissanceformen, benutzte gleichzeitig aber auch traditionelle Elemente der Spätgotik. Durch ihn blieben gotische Bauformen in Sachsen bis ins 17. Jahrhundert hinein lebendig. Dem Merseburger Schloss, einer bedeutenden frühneuzeitlichen Schlossanlage, gab er 1604 bis 1608 seine heutige Baugestalt. - Brenner war unter Kurfürst Christian I. ab 1586 an der Umgestaltung des Jagdschlosses Moritzburg beteiligt. 1595 errichtete er zwei Gewölbefelder im Mittelschiff des Doms zu Meißen, die nach einem schweren Brand 1547 eingestürzt waren. Bemerkenswert ist hier, dass er gotische Kreuzrippengewölbe ausbildete, um eine Angleichung an den mittelalterlichen Baubestand zu erreichen. - Herzog Johann Georg, Administrator des Bistums Merseburg und ab 1611 Kurfürst von Sachsen, beauftragte Brenner 1604 mit der Umgestaltung des spätgotischen Bischofsschlosses in Merseburg. Brenner überformte die Dreiflügelanlage im Baustil der Renaissance, behielt aber viele spätgotische Baudetails bei. Er schuf die Portale und Treppentürme am Ost- und Westflügel, darunter auch den reich gestalteten Kammerturm, wo er an einer Gewölbekonsole sein Steinmetzzeichen und Monogramm anbringen ließ. Der Treppenturm erhielt ein spätgotisches Gewölbe aus sich kreuzenden Rippenstücken. Von besonderer Qualität sind die Wappen- und Bildnisreliefs an den Treppenstufen. - Für Kurfürst Christian II. errichtete B. 1605 ein achteckiges turmartiges Lusthaus auf dem Sonnenstein in Pirna, das aber 1639 wieder abgetragen wurde. 1606 wurde er mit einer Erweiterungsplanung des Schlosses Sonnenstein beauftragt, die unausgeführt blieb. B. leitete 1609/10 den Bau des Fürstlichen Hauses an der Elbstraße in Dresden und war an Baumaßnahmen im Residenzschloss beteiligt. Brenner wohnte seit 1590 in Dresden und starb nach 1610, ohne dass sich ein genaues Datum ermitteln lässt.
Quelle: Sächsische Biographien 2010

Hugo Curt Herrmann
Hugo Curt Herrmann (* 1. Februar 1854 in Merseburg; † 13. September 1929 in Erlangen) war ein deutscher Maler und Zeichner des Neoimpressionismus.
Seit Generationen betrieb die Familie Curt Herrmanns eine Rotgerberei. In Erfurt führte eine Nebenlinie der Familie bis in die 1940er Jahre eine Lederfabrik. Curt Herrmanns Vater war der aus Naumburg stammende Dr. Johann Heinrich Herrmann (1813-1888). Dieser arbeitete als Verwaltungsjurist bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften in Merseburg und Halle, bevor er ab 1870 ein Direktorenposten bei der Prometheus-Versicherung in Berlin bekleidete. Am 25. Oktober 1846 heiratete Johann Heinrich Herrmann in Merseburg Caroline Rosa Louise Heberer (1826-1941), Tochter eines Müllers. Curt Herrmann kam in dieser Ehe als viertes von sechs Kindern zur Welt. Die ältere Schwester, Helene Herrmann (1847-1937), lebte bis zu deren Tod bei der Mutter und anschließend bei ihrem Bruder Paul. Die älteren Brüder Ludwig Herrmann (1850-1941) und Eugen Herrmann (1852-1924) arbeiteten als Gutsverwalter und Landwirte. Ab 1910 unterstütze Curt Herrmann beide älteren Brüder finanziell. Eine besonders enge Beziehung hatte Curt Herrmann zu seinem jüngeren Bruder Paul Herrmann (1859-1935). Dieser hatte sich als promovierter Archäologe auf die römische Kunst der Kaiserzeit spezialisiert und sich insbesondere mit antiker Wandmalerei beschäftigt. Paul Herrmann ließ sich in Dresden nieder, wo er als Professor an der Technischen Hochschule tätig war und als Bibliothekar der Akademie arbeitete. Darüber hinaus war er langjähriger Assistent der Skulpturensammlung und von 1915 bis 1925 deren Direktor. In seine Amtszeit bewirkte er für die Skulpturensammlung Dresden Ankäufe der modernen Künstler Aristide Maillol, Ernst Barlach, Wilhelm Lehmbruck und Georg Kolbe. Hans Herrmann (1862-1927) war der jüngste Bruder Curt Herrmanns und studierte zunächst Pharmazie, bevor er sich als Apotheker in Berlin-Friedrichshain niederließ. Hans Herrmann heiratete 1898 Sophie Kohn, eine Cousine von Curt Herrmanns späterer Ehefrau Sophie Herz. Sophie Kohn wurde innerhalb der Familie die kleine Sophie genannt, um Verwechslungen zu vermeiden, da beide Frauen nach der Ehe den Namen Sophie Herrmann trugen.[1]
Der in Merseburg geborene Curt Herrmann wuchs, bedingt durch einen beruflichen Wechsel seines Vaters, in Halle auf, wo er die Schule vermutlich mit einem Realschulabschluß beendete. Die Famlie zog 1870 nach Berlin und wohnte zunächst in der gutbürgerlichen Großbeerenstraße 66 in Kreuzberg. Curt Herrmann besuchte in Berlin zwar einige Zeit ein Gymnasium, beendete die Schule jedoch ohne Abitur.[1]
1873 nahm Curt Herrmann sein Studium der Malerei an der Berliner Akademie bei Adolf Eybel auf. Nach nur 14 Tagen beendete Herrmann jedoch die Ausbildung bei diesem Historien- und Genremaler, da er dessen Lehrmethoden ablehnte. Herrmann wechselte noch im selben Jahr ins Schüleratelier von Carl Steffeck, zu dessen Schüler auch Max Liebermann und Hans von Marées gehörte. Herrmann blieb bis 1877 in diesem Atelier. Der traditionell geprägte Unterricht war täglich gleich gegliedert und unterteilte sich in morgentlichem Naturzeichnen, nachmittäglichen Zeichnen nach Gipsen und abendlichen Aktzeichnen. Curt Herrmann beschrieb seinen Lehrer Steffeck 1924 rückblickend: „Sicher war er damals der beste Lehrer und war der Hüter einer guten künstlerischen Tradition"[1]
Nur wenig ist über Curt Herrmanns Schaffen zwischen 1877 und 1883 bekannt. Er lebte in dieser Zeit wieder in Halle und bildete sich autodidaktisch weiter. Unter den frühesten Arbeiten Herrmanns befinden sich Kopien nach Werken von Rembrandt und Frans Hals. Zudem unternahm er längere Reisen durch Süddeutschland, wo er sich beispielsweise einige Zeit in Rothenburg ob der Tauber aufhielt. Zu den Themen seines Frühwerkes gehörte häufig das einfache Leben der Bauern und Handwerker, wie er es in Franken gesehen hatte. Weiterhin sind aus den ersten Schaffensjahren einige Familienporträts erhalten. Curt Herrmann bezeichnete später die Maler Moritz von Schwind, Carl Spitzweg, Ludwig Richter, Carl Rottmann, Johann Wilhelm Schirmer, Friedrich Preller, Peter Cornelius, Alfred Rethel, Wilhelm von Kaulbach, Julius Schnorr von Carolsfeld, Karl von Piloty und Adolph Menzel als seine damaligen Vorbilder.

Quelle: Wiki 2010

Johann Michael Hoppenhaupt

Johann Michael Hoppenhaupt (* 25. Juni 1685 in Merseburg; † 14. September 1751 ebenda) war ein deutscher Bildhauer und Baumeister in der Zeit des Barock. Er war der Vater von Johann Michael Hoppenhaupt dem Älteren (1709-nach 1755).
Johann Michael Hoppenhaupt wurde als Sohn des Bildhauers Michael Hoppenhaupt und der Regina, geb. Beyer, in Merseburg geboren, wo er viele Jahre im Eckhaus Große/Kleine Ritterstraße lebte. Nach der bauhandwerklichen Ausbildung bei seinem Vater ging er 1706 nach Zittau. Dort schuf er 1707 das Grabmal Leipoldt in der Kreuzkirche und 1709 den Herkulesbrunnen nördlich vom Salzhaus. Zwischen 1708 und 1711 übernahm er die Holz- und Dekorationsarbeiten für die Innenausstattung der Kirche in Hainewalde und 1709 die Ausstattung des Bibliotheksaals des Franziskanerklosters in Zittau, heute Stadtmuseum, mit Pilastern und Deckenstuck sowie vermutlich auch das Eingangstor und die Mönchsche Gruft auf dem Zittauer Kreuzfriedhof.
Als der Vater 1710 starb, kehrte er nach Merseburg zurück, um dessen Werkstatt zu übernehmen. 1711 erwarb er das Bürgerrecht. Zu seinen ersten Arbeiten nach der Rückkehr gehörte die dekorative Ausgestaltung der Gemächer des Herzogpaares Moritz Wilhelm von Sachsen-Merseburg und Henriette Charlotte von Nassau-Idstein im Ostflügel des Merseburger Schlosses, mit dem zwischen 1712 bis 1715 ausgeführten Spiegelkabinett, auch Porzellankabinett genannt und Stuckarbeiten über der Hofeinfahrt. Vom Kabinett sind die noch erhaltenen Reste der Holzvertäfelung dreier Wände, die Kassettendecke und ein Kronleuchter seit 1925 in Berlin und heute im Kunstgewerbemuseum ausgestellt.
1713 erhielt Johann Michael Hoppenhaupt den Titel Fürstlich Sächsischer Hofbildhauer und 1717 die Ernennung zum Fürstlich Sächsischen Landbaumeister. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen die Dorfkirche in Oberbeuna mit dem 1725 erbautem Kirchenschiff und dem 1743 errichteten Turm sowie die Kirche im heutigen Merseburger Stadtteil Kötzschen. Der Bau des Merseburger Schlossgartensalons zwischen 1727 und 1737, der als Pavillon für Gartenfeste diente, erfolgte noch im Auftrag des 1731 verstorbenen Herzogs Moritz Wilhelm. Ebenso die Umgestaltung der Hoffassade des Schlosses mit barocken Schmuckelementen 1730 und die Ausstattung der Schlosskapelle 1731. Aus seiner Feder stammt auch ein 1747 angefertigter, aber nicht ausgeführter Entwurf für eine neue Haube auf den am 8. Dezember 1744 abgebrannten Königs- oder Hausmannsturm in Merseburg.
Außerhalb von Merseburg nahm August Ludwig von Anhalt-Köthen die Dienste Hoppenhaupts in Anspruch und ließ ihn 1729 die Festillumination der Orangerie in Köthen arrangieren, 1731 die Schlosskapelle ausbauen und bildhauerisch gestalten sowie 1734 ein Gutachten über den Erhaltungszustand des südwestlichen Schlossflügels erstellen. Für den Nachfolger im Haus Sachsen-Merseburg, Herzog Heinrich, baute Hoppenhaupt 1735 den Herzogspavillons in Lauchstädt und 1737/38 die so genannte „Obere Wasserkunst", ein turmartiges Barockgebäude in der ehemaligen Klosteranlage Altenburg, von dem aus das Merseburger Schloss und die Domfreiheit mit Wasser aus der Saale versorgt wurde.
Mit dem Tod des Herzogs Heinrich starb die Merseburger Herzoglinie 1738 im Mannesstamm aus, so dass die Sekundogenitur an das Kurfürstentum Sachsen zurückfiel. Hoppenhaupt verblieb weiterhin in seinem Amt und wurde durch den regierenden sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. mit dem Titel Königlich Polnischer, Churfürstlich Sächsischer und Stift Merseburgischer Landbaumeister bestätigt.
Hoppenhaupt wohnte mit seiner Familie seit 1744 in einem bereits 1717 erworbenen Haus in der Merseburger Unteraltenburg, im Volksmund „Versunkenes Schlösschen" genannt. Er gestaltete es mit Zwerchhaus, Eingangsaltan und Pilastern um. Das Gebäude wurde 1988 abgetragen und 1998 mit einer rekonstruierten Fassade wieder aufgebaut. Nach dem Tod Johann Michael Hoppenhaupts 1751, führte der jüngste Sohn Moritz Ehrenreich das väterliche Geschäft in Merseburg weiter. Der älteste Sohn Johann Michael (der Ältere) und der nachfolgende Johann Christian (der Jüngere) - die zur Unterscheidung ihrer Arbeiten den Namenszusatz der Ältere, beziehungsweise der Jüngere bekamen - wirkten hauptsächlich in Preußen zur Zeit Friedrichs II. und waren neben weiteren Künstlern maßgeblich am Dekorationsstil des so genannten „Friderizianischen Rokoko" beteiligt. Die Söhne stammten aus der ersten Ehe mit Dorothea Catharina Hübner. Nach ihrem Tod ging Hoppenhaupt 1745 mit Elisabeth Niehrens eine zweite Ehe ein.
Quelle: Wikipedia 2010

Michael Hoppenhaupt

Michael Hoppenhaupt (* 1657 in Robür auf Lolland, Dänemark; † 23. Juli 1710 in Merseburg) war ein dänischer Bildhauer in der Zeit des Barock.

Der in Dänemark bauhandwerklich ausgebildete Michael Hoppenhaupt ist seit 1680 in Merseburg nachweisbar. Dort heiratete er 1682 Regina Beyer und erhielt am 24. April 1685 die Bürgerrechte. Zu seinen ersten Arbeiten gehörte die Erneuerung des Damms am Gotthardteich und der Bau des zweigeschossigen Fischhauses zwischen 1689 und 1691 sowie eines dreigeschossigen Wohnhauses in der Domstraße.

Neben wenigen Hausbauten beschäftigte er sich vor allem mit der Ausstattung von Kirchen. Den heute nur noch in Teilen erhaltenen Hochaltar der Stadtkirche St. Maximi schuf Hoppenhaupt zwischen 1684 und 1686 sowie das Kruzifix am Altar der Neumarktkirche St. Thomae 1692. In Leipzig stattete er die Matthäikirche 1698/99 mit Kanzel, Altar sowie zwei Figuren am Portal aus und fertigte die Dekorationsarbeiten am Gestühl. Zudem werden ihm auf dem Merseburger Friedhof St. Maximi, dem Alten Johannisfriedhof in Leipzig und der Stadtkirche von Lauchstädt einige Grabmale und Grabsteine zugeschrieben.

Michael Hoppenhaupt gilt als Stammvater der noch über zwei weitere Generationen reichenden Bildhauer- und Baumeisterfamilie. Nach seinem Tod 1710, übernahm der Sohn Johann Michael die väterliche Werkstatt in Merseburg, dem 1751 dessen jüngster Sohn Moritz Ehrenreich folgte. Zwei weitere künstlerisch tätige Enkel waren die Zieratenbildhauer Johann Michael (der Ältere) und Johann Christian (der Jüngere). Sie wirkten vor allem in Preußen zur Zeit Friedrichs II. und waren maßgeblich am Dekorationsstil des so genannten „Friderizianischen Rokoko" beteiligt.
Quelle: Wikipedia 2010

Hugo Vogel

Hugo Vogel 1905

Hugo Vogel (* 15. Februar 1855 in Magdeburg; † 26. September 1934 in Berlin) war ein deutscher Maler.
Vogel wurde als Sohn eines Kaufmanns geboren und absolvierte zunächst die Realschule in Magdeburg, bevor er von 1874 bis 1880 an der Düsseldorfer Akademie studierte. Zu seinen Lehrern gehörten dort Wilhelm Sohn und Eduard von Gebhardt. 1883 beteiligte sich Vogel mit seinen Bildern "Luther predigt während der Gefangenschaft auf der Wartburg", sowie "Empfang der Refugies durch den Großen Kurfürsten im Potsdamer Schloss" an einer Ausstellung der Berliner Akademie. Von 1880 bis 1886 gehörte er dem Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten an.[1] Nach einem längeren Aufenthalt in Italien ging er 1886 nach Berlin. Er übernahm dort von 1887 eine Professur an der Berliner Akademie, die er durch die von Anton von Werner 1892 ausgelöste Munch-Affäre verlor. Darauf hin trat er der dem etablierten Kunstbetrieb entgegenstehenden Gruppe der Elf bei. Zudem war er ab 1888 Mitglied des Vereins Berliner Künstler.[2] 1893 ging Vogel nach Paris, um sich bei Jules Lefebvre fortzubilden. Er unternahm dann ausgedehnte Studienreisen, die ihn nach Spanien, in das nördliche Afrika, Italien, Belgien und in die Niederlande führten.
Vogel schuf viele große Fresken mit überwiegend geschichtlichen Themen, so in den Rathäusern von Berlin und Hamburg und im Ständehaus in Merseburg. Sein Merseburger Reiter-Fresko "Der deutsche Michael" wurde 1902 zum Gegenstand einer Plagiatsdebatte, als die Zeitschrift Der Kunstwart Vogel nachwies, dass er dafür kurzerhand ein französisches Reiterstandbild (Paul Dubois: Johanna von Orléans) abgemalt hatte.
von 1915 bis 1917 als dessen Porträtmaler an der Front.
Vogel war später einer der Siedler der Colonie Alsen. Er wurde in einem Ehrengrab auf dem Friedhof Wannsee, Lindenstraße beigesetzt.
Quelle: Wikipedia 2010