Inhaltsverzeichnis:

sämtliche Angaben aus Wikipedia

...Das Herzogtum Sachsen-Merseburg

...Wappen der Herzöge von Merseburg

...Christian I. (Sachsen-Merseburg)

...Magdalena Sybille von Preußen...Ehefrau Christian I.

...Christian II. (Sachsen Merseburg)

...Christian III. (Sachsen Merseburg)

...Moritz Wilhelm (Sachsen-Merseburg)

...Heinrich (Sachsen-Merseburg)

...Luise Elisabeth von Württemberg-Oels

...Philipp (Sachsen-Merseburg-Lauchstädt)

...August von Sachsen-Merseburg

...Karl Friedrich II. (Württemberg-Oels)

Das Herzogtum Sachsen-Merseburg

Das Herzogtum Sachsen-Merseburg war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und bestand von 1656/57 bis 1738 mit der Residenz Merseburg. Es war im Besitz einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner.
Der sächsische Kurfürst Johann Georg I. verfügte in seinem Testament vom 20. Juli 1652, dass seine drei jüngeren Söhne Sekundogeniturfürstentümer erhalten sollten. Nachdem der Kurfürst am 8. Oktober 1656 gestorben war, wurde am 22. April 1657 in Dresden der „Freundbrüderliche Hauptvergleich" sowie 1663 ein weiterer Vergleich geschlossen, in dem die drei Territorien und die zugehörigen Hoheitsrechte endgültig abgegrenzt wurden und bei denen es den Brüdern Johann Georgs II. gelang, einen Teilerfolg hinsichtlich ihrer Souveränitätsbestrebungen zu erzielen. Es entstanden die Herzogtümer Sachsen-Weißenfels, Sachsen-Zeitz und Sachsen-Merseburg.
Prinz Christian, der drittälteste Sohn erhielt unter anderem die, vorher größtenteils zum während der Reformation 1562 säkularisierten Hochstift Merseburg gehörenden, Schlösser, Städte, Gemeinen und Ämter Merseburg, Plagwitz, Rückmarsdorf, Delitzsch (mit Schloss Delitzsch), Bad Lauchstädt, Schkeuditz, Lützen, Bitterfeld, Zörbig, die Grafschaft Brehna sowie die Markgrafschaft Niederlausitz, einschließlich der Städte und Schlösser Lübben, Doberlug, Finsterwalde, Döbern, Forst und Guben.
Das Gebiet von Sachsen-Merseburg reichte bis unmittelbar an die Stadtgrenze von Leipzig. Zollort war der heutige Stadtteil Lindenau.
Die Landesheren waren:
• 1656-1691 Christian I. (* 27. Oktober 1615 in Dresden; † 18. Oktober 1691 in Merseburg)
• 1691-1694 Christian II. (* 19. November 1653 in Merseburg; † 20. Oktober 1694 in Merseburg)
• 1694-1694 Christian III. Moritz (* 7. November 1680 in Merseburg; † 14. November 1694 in Merseburg), unter Administration Kurfürst Friedrich Augusts I. von Sachsen und unter Vormundschaft seiner Mutter Erdmuthe Dorothea von Sachsen-Zeitz
• 1694-1731 Moritz Wilhelm (* 5. Februar 1688 in Merseburg; † 21. April 1731 in Merseburg), bis 1712 unter Administration Kurfürst Friedrich Augusts I. von Sachsen und unter Vormundschaft seiner Mutter Erdmuthe Dorothea von Sachsen-Zeitz
• 1731-1738 Heinrich (* 2. September 1661 in Merseburg; † 28. Juli 1738 in Doberlug), vorher bereits Herzog von Sachsen-Merseburg-Spremberg
Nach dem Tod des letzten männlichen Erben der sächsischen Nebenlinie Sachsen-Merseburg fiel das Herzogtum wieder an Kursachsen zurück.
Um auch seine drei nachgeborenen Söhne standesgemäß versorgen zu können, wies ihnen Herzog Christian I. noch zu seinen Lebzeiten jeweils eigene kleine Herrschaftsbereiche als Apanagen zu, die jedoch weiter in Abhängigkeit von der Hauptlinie blieben und deren Hoheitsrechte stark beschränkt wurden. Sie sind nach den Residenzen ihrer Besitzer benannt und starben bereits mit deren Tod wieder aus, da keiner von ihnen lebende Nachkommen zeugte. Zuvor gelang es noch der Linie Spremberg die Hauptlinie Merseburg zu beerben.
• bis 1715 August (* 15. Februar 1655 in Merseburg, † 27. März 1715 in Zörbig), Herzog von Sachsen-Merseburg-Zörbig
• bis 1690 Philipp (* 26. Oktober 1657 in Merseburg, † 1. Juli 1690 in Fleurus), Herzog von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt
• bis 1731 Heinrich (* 2. September 1661 in Merseburg, † 28. Juli 1738 in Doberlug), Herzog von Sachsen-Merseburg-Spremberg (erbt Sachsen-Merseburg 1731)
Quelle: Wikipedia 2010

Wappen der Herzöge von Merseburg

Quelle: Wikipedia

Christian I. (Sachsen-Merseburg)

Herzog Christian als junger Mann im Harnisch...Quelle: Wikipedia 2010
Herzog Christian im Alter, einen Harnisch und eine Scherpe tragend; um den Kranz ist sein Motto „Cum Deo et Die.“ (lat. „Mit Gott und der Zeit.“) geflochten...Quelle: Wikipedia

Christian I. von Sachsen-Merseburg (* 27. Oktober 1615 in Dresden; † 18. Oktober 1691 in Merseburg) war der Stifter einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und erster Herzog des kursächsischen Sekundogeniturfürstentums Sachsen-Merseburg. Zur Unterscheidung von seinem Sohn wird er auch „Christian der Ältere" genannt.


Christian war der dritte Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen und dessen zweiter Gemahlin Magdalena Sibylle, einer Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen.
Regierung im Merseburger Fürstentum
Christian, der sich als nachgeborener Sohn kaum Hoffnung auf das väterliche Erbe machen konnte, wurde 1650 - nach einer vier Wochen währenden Doppelhochzeit, die für ihn und seinen Bruder Moritz ausgerichtet worden war - zu seiner standesgemäßen Versorgung mit der Verwaltung des alten Hochstifts Merseburg, das die Kurfürsten im Zuge der Reformation eingezogen hatten, betraut und nach seiner Wahl durch das Domkapitel zum Administrator postuliert.
Im Testament vom 20. Juli 1652 verfügte sein Vater die Teilung des albertinischen Territoriums, die von den zur Beerdigung des kurfürstlichen Vaters am 27. Januar 1657 angereisten Brüdern im „Freundbrüderlichen Hauptvergleich" gegen den Widerstand der Landstände am 22. April 1657 in Dresden vollzogen wurde. Dabei kamen die Stiftslande des Hochstifts Merseburg mit dem „Küchenamt" sowie den Ämtern, Städten und Schlössern Bad Lauchstädt, Schkeuditz, Lützen und Zwenkau sowie ein erbländischer Teil mit Brehna, Zörbig, Dobrilugk und Finsterwalde und die Markgrafschaft Niederlausitz, einschließlich der Städte und Schlösser Lübben, Doberlug, Finsterwalde, Guben, Luckau, Calau und Spremberg, als wettinische Sekundogenitur an Christian, der damit erster Herzog von Sachsen-Merseburg wurde. Nach dem Aussterben der Bibersteiner am 9. Januar 1668 fiel zudem die Herrschaft Forst nebst Stadt, Schloss und allen südlich davon gelegenen Kammer- und Vasallendörfern, also auch Döbern an Kursachsen, das im Zuge des Teilungsprozesses vom 11. August desselben Jahres diese Gebiete ebenfalls an Sachsen-Merseburg abtrat. Die nachträglich 1660 erhaltenen Ämter Delitzsch, Bitterfeld und Zörbig musste er 1681 wieder an den Kurstaat abtreten.
Herzog Christian zog mit seiner Gemahlin, die bereits im achten Monat schwanger war und seiner ältesten, erst knapp zwei Jahre alten Tochter am 30. September 1653 in Merseburg ein und begann den Aufbau einer eigenen Hofhaltung. Sein Hofstaat umfasste schon bald 150 Personen.
Schon bald entwickelte sich ähnlich wie an den neuen Residenzen seiner Brüder auch unter Herzog Christian eine rege Bautätigkeit, was zu einem großen wirtschaftlichen Aufschwung Merseburgs führte. So wurde auch die im Zuge des Dreißigjährigen Krieges zerstörte Neumarktbrücke wieder aufgebaut, das Renaissance-Wasserschloss in Merseburg ab 1689 renoviert und dem frühbarocken Zeitgeschmack entsprechend erweitert und im Jahr 1661 auf dem Gelände der alten Königspfalz, durch Mauern und Gräben getrennt, der Schlossgarten angelegt. Zudem ließ er den Jägerhof, die Hoffischerei, eine Fasanerie, eine Post und das Fischhaus am Gotthardteich anlegen. Des Weiteren gründete Christian eine eigene Hofkapelle, ließ eine Bibliothek anlegen und verschaffte Kunst und Kultur zu neuer Blüte. So wirkten auch der bedeutende Theologe Paul Gerhardt sowie Christoph Spätner als Christians Hofmaler im Zwergstaat. Schloss Delitzsch wurde als Reiseresidenz um- und ausgebaut.
Auch wurde das Rechts- und Verwaltungswesen neu geordnet, das Mühlenwesen, die Polizei- und die Stadtordnung wurden geändert.
Zwischen Zörbig und dem anhaltischen Radegast ließ er zwischen 1683 und 1685 den Fuhnedamm erneuern und befestigen, womit das Sumpfgebiet der Fuhneaue begehbar wurde. Zu Christians Ehren wurde daher 1688 das Wegebaudenkmal Theurer Christian errichtet.
In der Niederlausitz ließ er Schloss Lübben als Verwaltungssitz errichten. Im September 1673 bestätigte er jedoch die Innungsartikel der Krämergilde, wodurch reisenden Händlern, insbesondere Juden, das Betreiben von Handel in der Niederlausitz erheblich erschwert wurde.
Am 25. November 1659 erteilte er dem Grafen Erdmann Leopold von Promnitz die Genehmigung zur Aufnahme protestantischer Glaubensflüchtlinge aus Schlesien, vorwiegend aus den Fürstentümern Sagan und Glogau, in dessen Besitzung Neudorf und verlieh dieser das Stadtrecht. Es wurde zu seinen Ehren in Christiansdorf umbenannt.
Schwieriges Verhältnis zu Kursachsen
Nachdem die neuen albertinischen Versorgungsfürstentümer auf kursächsischem Boden schon beim ältesten Bruder Johann Georg II. von Sachsen für Irritationen gesorgt hatten, der mit diesen Abspaltungen die Primogenitur sowie die machtpolitisch wichtige Einheit des Kurstaates in Gefahr sah und seinen Brüdern daher nur widerwillig Souveräniätsrechte billigen wollte, versuchte nun auch dessen Sohn und Nachfolger, Christians Neffe, Kurfürst Johann Georg III. Sachsen-Merseburg wieder stärker unter kursächsische Oberhoheit zu bringen. So ließ Johann Georg III. vorherige Vereinbarungen, die dem Merseburger Herzog mehrere Landsassen unterworfen hatten, widerrufen, was unter Christians Nachfolger zum offenen Konflikt führte.


In der Fruchtbringenden Gesellschaft
1655 wurde Herzog Christian I. durch Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Dieser verlieh ihm den Gesellschaftsnamen der Krönende und das Motto das Ehrenlob. Als Emblem wurde ihm Efeu um eine Pyramide gewunden zugedacht. Herzog Christians Eintrag findet sich im Köthener Gesellschaftsbuch unter der Nr. 643.


Tod und Begräbnis
Herzog Christian I. starb am 18. Oktober 1691 75-jährig und wird in einem Zinnprunksarg in der Fürstengruft des Merseburger Doms beigesetzt. Ihm folgte sein ältester Sohn Christian auf dem Thron. Gleich seinem Vater hatte jedoch auch Christian I. noch vor seinem Tode Apanagen an seine drei nachgeborenen Söhne vergeben und diesen eigene Residenzen zugewiesen.
Seine einzige Ehe schloss er am 19. November 1650 in Dresden mit Christiana von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, der Tochter Philipps, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg aus dessen Ehe mit Sophie Hedwig von Sachsen-Lauenburg.


Mit seiner Gemahlin hatte er folgende Kinder:
• Magdalena Sophia (* 19. Oktober 1651 in Dresdem; † 29. März 1675 in Merseburg), Prinzessin von Sachsen-Merseburg
• Johann Georg (* 4. Dezember 1652 in Merseburg; † 3. Januar 1654 in Merseburg), Erbprinz von Sachsen-Merseburg
• Christian II. (* 19. November 1653 in Merseburg; † 20. Oktober 1694 in Merseburg), Herzog von Sachsen-Merseburg ∞ Erdmuthe Dorothea von Sachsen-Zeitz
• August (* 15. Februar 1655 in Merseburg; † 27. März 1715 in Zörbig), Herzog von Sachsen-Merseburg-Zörbig ∞ Hedwig Eleonore von Mecklenburg-Güstrow
• totgeborener Sohn (*/† 1. Februar 1656 in Merseburg), Prinz von Sachsen-Merseburg
• Philipp (* 26. Oktober 1657 in Merseburg; † 1. Juli 1690 in Fleurus), Herzog von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt ∞ (I) Eleonore Sophia von Sachsen-Weimar; ∞ (II) Luise Elisabeth von Württemberg-Oels
• Christiane (* 1. Juni 1659 in Merseburg; † 13. März 1679 in Eisenberg), Prinzessin von Sachsen-Merseburg ∞ Christian, Herzog von Sachsen-Eisenberg
• Sophie Hedwig (* 4. August 1660 in Merseburg; † 2. August 1686 in Saalfeld), Prinzessin von Sachsen-Merseburg ∞ Johann Ernst, Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld
• Heinrich (* 2. September 1661 in Merseburg; † 28. Juli 1738 in Doberlug), Herzog von Sachsen-Merseburg-Spremberg (später von ganz Sachsen-Merseburg) ∞ Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow
• Moritz (* 29. Oktober 1662 in Merseburg; † 21. April 1664 in Merseburg), Prinz von Sachsen-Merseburg
• Sibylle Marie (* 28. Oktober 1667 in Merseburg; † 9. Oktober 1693 in Bernstadt), Prinzessin von Sachsen-Merseburg ∞ Christian Ulrich I., Herzog von Württemberg-Oels-Bernstadt
Jüngere Forschungsergebnisse belegen darüber hinaus eine nicht unwesentliche Anzahl unehelicher Kinder aus seinen Verbindungen zu Mätressen, was jedoch durchaus nichts Ungewöhnliches darstellte.
Quelle: Wikipedia 2010

 

 

Magdalena Sybille von Preußen...Ehefrau Christian I.

Herzog Christian als Kind mit seiner Mutter, der Kurfürstin Magdalena Sybille von Hohenzollern...Quelle:Wikipedia

Magdalena Sibylle von Preußen (* 31. Dezember 1586 in Königsberg; † 12. Februar 1659 in Dresden) war eine Prinzessin des Herzogtums Preußen und durch Heirat Kurfürstin von Sachsen.
Magdalene Sibylle war die fünfte und jüngste Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen (1553-1618) aus dessen Ehe mit Marie Eleonore (1550-1608), Tochter des Herzogs Wilhelm dem Reichen von Jülich-Kleve-Berg. Die Prinzessin wuchs mit ihren Schwestern im Königsberger Schloss auf und wurde zu einer begeisterten Protestantin und Verehrerin des Schwedenkönigs Gustav Adolf erzogen.
Magdalene Sibylle wurde am 19. Juli 1607 in Torgau die zweite Ehefrau des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656). Sie nahm es ihrem Gemahl sehr übel, dass dieser sich im Dreißigjährigen Krieg von Gustav Adolf ab- und Kaiser Ferdinand zuwandte (Prager Frieden 1635). Weiterhin trat sie für schwedische Kriegsgefangene ein, die beim Dresdner Festungsbau arbeiteten und hielt Freundschaft mit der schwedischen Königin Maria Eleonora. Sie besaß ein Vorwerk mit Gärtnerei und Viehhof in Fischersdorf bei Dresden sowie ab 1644 das Gut Gorbitz.
Magdalena Sibylle förderte Malerei und Dichtkunst. Am 8. Oktober 1656 wurde sie Witwe. Sie wohnte danach im Dresdner Frau Kurfürstin-Haus.
Quelle. Wikipedia 2010

Christian II. (Sachsen Merseburg)

Christian II. von Sachsen-Merseburg (* 19. November 1653 in Merseburg; † 20. Oktober 1694 ebenda) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und zweiter Herzog des kursächsischen Sekundogeniturfürstentums Sachsen-Merseburg. Zur Unterscheidung von seinem Vater wird er auch „Christian der Jüngere" oder „Christian der Andere" genannt.
Christian war der zweite Sohn des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg und dessen Gemahlin Christiana, einer Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.
Regierung im Merseburger Fürstentum
Der Tod seines älteren Bruders Erbprinz Johann Georg machte ihn 1654 zum Erben des Merseburger Herzogtums, dessen Thron er 37-jährig mit dem Tode seines Vaters am 18. Oktober 1691 bestieg.
In seiner nur drei Jahre währenden Regierung im Fürstentum gelang es ihm kaum Spuren zu hinterlassen. Er ist heute gemeinsam mit dem seiner Gemahlin auf einem der Obelisken im Garten von Schloss Merseburg verewigt.
Schwieriges Verhältnis zu Kursachen
Der bereits unter seinem Vater und Vorgänger anschwelende Konflikt mit den kursächsischen Vettern um die Unterstellung von Landsassen und anderen Rechten mündete in der Regierungszeit Christians II. schließlich sogar in die kurzweilige Besetzung Merseburgs durch kursächsische Truppen.
Herzog Christian II. stirbt bereits am 20. Oktober 1694 40-jährig und wird in einem Zinnprunksarg in der Fürstengruft des Merseburger Doms beigesetzt. Ihm folgen nacheinander seine beiden Söhne Christian III. Moritz und Moritz Wilhelm auf den Thron. Die Administration für die noch unmündigen Fürsten führt Friedrich August I. von Sachsen, die Vormundschaft hält Christians einflussreiche Witwe Erdmuthe Dorothea von Sachsen-Zeitz.
Seine einzige Ehe schloss er am 14. Oktober 1679 auf Schloss Moritzburg bei Zeitz mit Erdmuthe Dorothea von Sachsen-Zeitz, der Tochter Moritz', Herzog von Sachsen-Zeitz aus dessen Ehe mit Dorothea Maria von Sachsen-Weimar.
Mit seiner Gemahlin hatte er folgende Kinder:
• Christian III. Moritz (* 7. November 1680 in Merseburg; † 14. November 1694 in Merseburg), Herzog von Sachsen-Merseburg
• Johann Wilhelm (* 11. Oktober 1681 in Merseburg; † 29. Mai 1685 in Merseburg), Prinz von Sachsen-Merseburg
• August Friedrich (* 10. März 1684 in Delitzsch; † 13. August 1685 in Merseburg), Prinz von Sachsen-Merseburg
• Philipp Ludwig (* 3. November 1686 in Merseburg; † 9. Juni 1688 in Merseburg), Prinz von Sachsen-Merseburg
• Moritz Wilhelm (* 5. Februar 1688 in Merseburg, † 21. April 1731 in Merseburg), Herzog von Sachsen-Merseburg ∞ Henriette Charlotte von Nassau-Idstein
• Friedrich Erdmann (* 20. September 1691 in Merseburg; † 2. Juni 1714 in Köthen), Erbprinz von Sachsen-Merseburg ∞ Eleonore Wilhelmine von Anhalt-Köthen
• Christiane Eleonore Dorothea (* 6. November 1692 in Merseburg; † 30. März 1693 in Merseburg), Prinzessin von Sachsen-Merseburg
Quelle: Wikipedia 2010

Christian III. (Sachsen Merseburg)

Christian III. Moritz von Sachsen-Merseburg (* 7. November 1680 in Merseburg; † 14. November 1694 ebenda) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und dritter Herzog des kursächsischen Sekundogeniturfürstentums Sachsen-Merseburg.

Christian Moritz war der erste Sohn des Herzogs Christian II. von Sachsen-Merseburg und dessen Gemahlin Erdmuthe Dorothea, einer Tochter des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz.
Nachdem Tod des Vaters am 20. Oktober 1694 besteigt der erst 13-Jährige Christian Moritz den Thron des Herzogtums Sachsen-Merseburg. Auf Grund seiner Minderjährigkeit fällt jedoch die Administration des Herzogtums seinem nächsten volljährigen Verwandten, dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August I. zu. Die Vormundschaft für den jungen Fürsten und damit auch den tatsächlich größten Anteil an der Regierung übt jedoch die Herzoginmutter und -witwe Erdmuthe Dorothea aus.
Herzog Christian III. Moritz stirbt bereits nach nur 25 Tagen als Landesherr am 14. November 1694 14-jährig, wodurch er kaum Spuren in der Geschichte seines Landes hinterlassen konnte und wird in einem Zinnprunksarg in der Fürstengruft des Merseburger Doms beigesetzt.
Da Christian Moritz auf Grund seines jungen Alters noch keine Ehe geschlossen bzw. Nachkommen gezeugt haben konnte, folgt ihm sein Bruder Moritz Wilhelm auf den Thron, der jedoch ebenfalls bis 1712 unter Regentschaft bleibt.
Quelle: Wikipedia 2010

 

Moritz Wilhelm (Sachsen-Merseburg)

Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Merseburg und seine Gemahlin Henriette Charlotte von Nassau-Idstein, Stich von aus dem Jahr 1716...Quelle: Wikipedia 2010

Moritz Wilhelm von Sachsen-Merseburg (* 5. Februar 1688 in Merseburg; † 21. April 1731 in Merseburg) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und vierter Herzog des kursächsischen Sekundogeniturfürstentums Sachsen-Merseburg. Moritz Wilhelm ist auch als „Geigenherzog" bekannt.
Moritz Wilhelm war der fünfte Sohn des Herzogs Christian II. von Sachsen-Merseburg und dessen Gemahlin Erdmuthe Dorothea, einer Tochter des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz.
Nachdem sein ältester Bruder Herzog Christian Moritz bereits nach 25 Tagen Herrschaft am 14. November 1694 verstarb und dadurch, dass seine anderen Brüder, die Prinzen Johann Wilhelm, August Friedrich und Philipp Ludwig, schon Jahre zuvor alle das Kindesalter nicht überlebt hatten, folgte ihm Moritz Wilhelm als 6-Jähriger im Merseburger Fürstentum nach.
Moritz Wilhelm stand jedoch bis 1712 unter der Administration und Obervormundschaft seines nächsten volljährigen Verwandten, dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August I.. Die Vormundschaft für den jungen Fürsten und damit auch den tatsächlich größten Anteil an der Regierung übte jedoch wie schon unter dem jungen Christian Moritz bis zu Moritz Wilhelms Volljährigkeit im Jahr 1709 die Herzoginmutter und -witwe Erdmuthe Dorothea sowie sein Onkel August von Sachsen-Merseburg-Zörbig aus.
Dass der sächsische Kurfürst auch nach der Mündigkeit Moritz Wilhelms die Administration nicht abgeben und das Herzogtum weiterhin von Dresden aus regieren wollte, lässt sich aus dessen politischen Interesse ableiten, die Sekundogenituren, welche sich in den vergangenen Jahrzehnten in zunehmendem Maße von den Beschränkungen durch die Kurlinie lockern konnten, wieder stärker an sich zu binden.
Auch Bemühungen des Domstiftes zur Erklärung der Volljährigkeit und die Verfügungen Kaiser Josephs I. zur Reichsunmittelbarkeit wurden vom Kurfürsten ignoriert und Moritz Wilhelm stattdessen am Dresdner Hof ausgebildet, von wo aus er auch seine Kavaliers- und Bildungsreisen unternahm.
Moritz Wilhelm, der sich durch diese Bevormundung schon in der Vergangenheit „hertzempfindlich gekräncket" (Brief an seine Mutter, Februar 1706) fühlte, bemühte sich schließlich selbst um die Anerkennung seiner Volljährigkeit und floh an den Hof des Kaisers, wo er in Wien und St. Pölten weilte.
Zwar konnte er durch die dauernden Beschwerden die Regierung schließlich mit 24 Jahren doch noch antreten, jedoch kühlte das Verhältnis zu seinem albertinischen Vetter in Dresden dauerhaft ab. Zudem geriet er in Sachen der Merseburger Stiftsregierung sowie der Landtage in der Niederlausitz bald erneut in Zwist, der erst 1724 beigelegt werden konnte.
Um durch Verbesserung der Infrastruktur auch wirtschaftliche Impulse zu geben, ließ er sodann in Sachsen-Merseburg die Landstraßen ausbauen.
Herzog Moritz Wilhelm war ein großer Förderer von Kunst und Kultur in seinem Fürstentum. Selbst ein begeisterter Spieler der Viola da gamba unterstützte er insbesondere die Musik nach Kräften. Für seine Kontrabasssammlung, die ihm den Beinamen „Geigenherzog" einbrachte, ließ er im Jahre 1721 gar eigens eine viereinhalb Meter große Riesenbassgeige anfertigen. Der Komponist Johann Joachim Quantz erhielt unter seiner Regierungszeit in Merseburg seine musikalische Ausbildung und der Violinist Christian Heinrich Aschenbrenner war von 1713 bis 1719 sein Hofkapellmeister. Die Orgel im Merseburger Dom ließ er erweitern.
Auch für an der Wissenschaft hatte Moritz Wilhelm Interesse. Das Rad des Erfinders Johann Bessler ließ er durch eine Kommission aus führenden Wissenschaftlern seiner Zeit überprüfen.
Quelle: Wikipedia 2010

Heinrich (Sachsen-Merseburg)

Heinrich, Herzog von Sachsen-Merseburg (im Harnisch, mit Hermelinmantel, Allongeperücke und dem Orden vom Weißen Adler, Kupferstichkabinett Dresden...Quelle: Wikipedia 2010

Heinrich von Sachsen-Merseburg (* 2. September 1661 in Merseburg; † 28. Juli 1738 in Dobrilugk) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner sowie fünfter und letzter Herzog des kursächsischen Sekundogeniturfürstentums Sachsen-Merseburg.
Heinrich war der sechste Sohn des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg und dessen Gemahlin Christiana, einer Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.
Um auch seine drei nachgeborenen Söhne standesgemäß versorgen zu können, wies ihnen Herzog Christian I. noch zu seinen Lebzeiten jeweils eigene kleine Herrschaftsbereiche als Apanagen zu, die jedoch weiter in Abhängigkeit von der Merseburger Hauptlinie blieben und deren Hoheitsrechte stark beschränkt waren. Heinrich erhielt im Zuge dieser Verteilung die lausitzer Stadt Spremberg als eigene Residenz und begründete dadurch die Linie Sachsen-Merseburg-Spremberg.
Heinrichs Herrschaft führte in Spremberg zu einer außerordentlichen Blüte, so ließ er Schloss Spremberg 1694 zu seiner Sommerresidenz ausbauen. Es wurden zwei stattliche dreigeschossige Flügel im Osten und Westen, die über eine hölzerne Galerie auf der Hofseite verbunden wurden, erbaut und der Turm mit einem Zeltdach versehen.
Des Weiteren ließ er einen Lustgarten errichten und frönte gern der Jagd. Sein bevorzugtes Jagdgebiet war das später nach ihm benannte Heinrichsfeld - heute ein Ortsteil von Spremberg.
Außerdem wurde mit seiner Unterstützung die Stadt nach dem großen Brand vom 30. Juli 1705 wieder aufgebaut. Für seine Handwerker erließ er Privilegien, die zum Aufblühen von Handwerk und Handel führten. Auch gilt er als großer Förderer der Kultur; so ernannte er Johann Theodor Roemhildt 1726 zu seinem Hofkapellmeister und beschäftige diesen auch später in Merseburg weiter. Vom Bildhauer Johann Michael Hoppenhaupt ließ er sich ein Medaillenkabinett entwerfen, das heute das einzige originale Möbelstück im Kulturhistorischen Museum auf Schloss Merseburg darstellt.
Da der letzte Herzog der Merseburger Hauptlinie, Heinrichs Neffe Moritz Wilhelm, keine männlichen Nachkommen gezeugt hatte und auch der einzige sonst noch verbliebene Erbe, Erbprinz Friedrich Erdmann, bereits verstorben war, fiel das Herzogtum am 21. April 1731 an den inzwischen 69 Jahre alten Heinrich zu.
Die wirtschafts- und kulturfreundliche Regentschaft seines Neffen setzte er fort. So erfolgte 1735 der Bau des Herzogspavillons in Bad Lauchstädt und 1738 der so genannten Oberen Wasserkunst, einem barocken Brunnen- und Wirtschaftshaus in Merseburg-Oberaltenburg, durch seinen Bildhauer und Architekten Johann Michael Hoppenhaupt. Den zwischen Zörbig und dem anhaltischen Radegast gelegenen Fuhnedamm seines Vaters Christian I. ließ er ausbessern. Zu Heinrichs Ehren wurde daher später eine Erinnerungstafel an das Wegebaudenkmal Theurer Christian angebracht.
Herzog Heinrich starb am 28. Juli 1738 76-jährig auf Schloss Doberlug und wurde in einem Zinnprunksarg in der Fürstengruft des Merseburger Doms beigesetzt. Da weder er noch sonst ein anderes männliches Mitglied der Nebenlinie überlebende männliche Nachkommen hinterlassen hatten, galt die Linie als im Mannesstamm erloschen und die Merseburger Sekundogenitur fiel an Kursachsen zurück.
Seine einzige Ehe schloss er am 29. März 1692 in Güstrow mit Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow, der Tochter Gustav Adolfs, Herzog zu Mecklenburg-Güstrow aus dessen Ehe mit Magdalene Sibylle von Schleswig-Holstein-Gottorf.
Mit seiner Gemahlin hatte er folgende Kinder:
• Moritz (* 29. Oktober 1694 in Spremberg; † 11. April 1695 in Spremberg), Erbprinz von Sachsen-Merseburg-Spremberg
• Christiane Friederike (* 17. Mai 1697 in Spremberg; † 21. August 1722 in Spremberg), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Spremberg
• Gustava Magdalena (* 2. Oktober 1699 in Spremberg; † 3. Oktober 1699 in Spremberg), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Spremberg

Quelle: Wikipedia 2010

 

Luise Elisabeth von Württemberg-Oels

Luise Elisabeth von Württemberg-Oels
Luise Elisabeth von Württemberg-Oels (* 4. März 1673 in Bernstadt; † 28. April 1736 in Forst (Lausitz)), Herzogin aus dem Haus Württemberg-Oels und durch Heirat Herzogin von Sachsen-Merseburg, erneuerte im Jahr 1709 den Herzoglich Württemberg-Oelssischen Ritterorden vom Todtenkopf als reinen Damenorden.
Familie
Luise Elisabeth war die erste Tochter des Christian Ulrich I., Herzog von Württemberg-Oels und seiner ersten Gemahlin Anna Elisabeth, einer Tochter des Christian II., Fürst von Anhalt-Bernburg.
Leben
Schloss Bernstadt um 1860, Geburtshaus der Herzogin Luise Elisabeth von Sachsen-Merseburg, geborene von Württemberg-Oels
Luise Elisabeth von Sachsen-Merseburg war die 2. Ehefrau des Herzogs Philipp von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt. Sie wurde in Bernstadt, dem Residenzort des Herzogtums Bernstadt, als Luise Elisabeth von Württemberg-Oels geboren. Hier wächst sie wohlbehütet auf, aber ihre Mutter Anna Elisabeth stirbt bereits 1680. Ihr Vater, Christian Ulrich I., Herzog von Württemberg-Oels heiratet dann 1683, seine 2. Frau in Doberlug, Sibylle Marie von Sachsen-Merseburg, Tochter des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg.
Am 20. August 1688 heiratete Luise Elisabeth (mit 15 Jahren) den Herzog Philipp von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt (31 Jahre und Bruder ihrer Stiefmutter) mit einer großen Feier in Bernstadt. Es existiert eine entsprechende Gedenkmedaille an die Hochzeit. Anschließend zogen Sie nach Merseburg. Ihr gemeinsamer Sohn Christian Ludwig wurde 1689 in Merseburg geboren, verstarb aber schon 1690. Im selben Jahr starb auch ihr Ehemann Philipp in der Schlacht bei Fleurus. Luise Elisabeth folgte ihm auf seinem Weg in die Schlacht. Das mitreisende Lager wurde dabei auch angegriffen und nach einer Odysse kam sie wieder zurück nach Merseburg bzw. Lauchstädt.
Von Schloss Lauchstädt zog sie 1704 in die Stadt Forst (Lausitz) und nahm hier ihren Witwensitz. Im selben Jahr stirbt ihr Vater, Christian Ulrich I., Herzog von Württemberg-Oels auf Schloss Oels. Ihr hier gewähltes Residenzschloss war seit dem Aussterben der Adelsfamilie von Bieberstein mit Ferdinand II. 1667 unbewohnt. Sie ließ es erneuern, erweitern und mit einer Kapelle versehen. Für die Hofkirche war der große Saal über dem Tor des Schlosses in Richtung des sogenannten „Grünen Ganges“ eingerichtet. Zu ihrem Hofstaat gehörten der Oberhofmeister Carl Gottlob v. Goldstein auf Passendorf und Angersdorf und seine Gemahlin, die Oberhofmeisterin Christiane Sibylle, geb. Marschall v. Bieberstein, zwei Kammerjunker, Otto Heinrich v. Vibra und Bodo Gottlieb v. Koseritz, ein Stallmeister, Hans Günther v. Bomsdorf auf Weissagk und, nach dessen Ableben, ein Herr v. Lossow, mehrere Kammerfrauen und Kammerfräuleins. Dazu kamen etliche Pagen, ein Hof-Diakon oder Hofprediger seit 1710, ein Hofkantor, der zugleich Pagen-Hofmeister war, später auch ein Hofkatechet, der die Jugend des Hofpersonals zu unterrichten und den Hofprediger im Predigen zu unterstützen hatte, und auch ein Leibarzt. Der Hofstaat vervollständigt sich mit einem Kapellmeister, dem verschiedene Musiker, die größtenteils Lakaien waren, zur Seite standen, einer Kammersängerin, Kammerzwergin, einem Hofverwalter, Hoffourier, Hofgärtner und einer zahlreichen Dienerschaft mit allerlei Titeln.
Im Jahr 1709 erhält die Stadt Forst (Lausitz) aufgrund ihres Engagements das erstes Postamt, welches im Residenzschloss eingerichtet sein soll.
Die kleine Hofkapelle wird 1717 - 1721 von Christian August Jacobi (1688 - nach 1725) als Kapelldirektor geleitet. Er verfasst hier 1718 die Weihnachtskantate "Der Himmel steht uns wieder offen" für Solotenor, Streicherensemble, Trompeten und Basso Continuo (Uraufführung am 1. Weihnachtsfeiertag in der Schlosskapelle). Das Werk ist nicht unbedeutend für die sächsische Barockmusik und wird gelegentlich auch in der Dresdner Frauenkirche aufgeführt.
Bis zu ihrem 63. Lebensjahr lebte sie im Forster Residenzschloss. Am 28. April 1736 starb sie und wurde in einer Gruft der Stadtkirche St. Nikolai in Forst (Lausitz) beigesetzt.
In der Stadt Forst (Lausitz) erinnert heute die „Elisabethstraße“ in der Nähe des nicht mehr vorhandenen Schlosses an die Herzogin. Die genaue Grablege in der Stadtkirche St. Nikolai ist nicht bekannt.
Nachkommen
Aus ihrer Ehe hatte Luise Elisabeth folgendes Kind:
Christian Ludwig (* 21. Juli 1689 in Merseburg; † 6. Juni 1690 ebenda), Erbprinz von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt

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Philipp (Sachsen-Merseburg-Lauchstädt)

Philipp (Sachsen-Merseburg-Lauchstädt)

Philipp von Sachsen-Merseburg (* 26. Oktober 1657 in Merseburg; † 21. Juni 1690 in Fleurus) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und Herzog von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt. Er war der fünfte Sohn des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg und dessen Gemahlin Christiana, einer Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.
Regierung in Lauchstädt
Um auch seine drei nachgeborenen Söhne standesgemäß versorgen zu können, wies ihnen Herzog Christian I. noch zu seinen Lebzeiten jeweils eigene kleine Herrschaftsbereiche als Apanagen zu, die jedoch weiter in Abhängigkeit von der Merseburger Hauptlinie blieben und deren Hoheitsrechte stark beschränkt waren. Philipp erhielt im Zuge dieser Verteilung 1684 das zum Hochstift Merseburg gehörige *Amt Lauchstädt mit Stadt und Schloss Bad Lauchstädt samt nächstem Zubehör als eigene Residenz und begründete dadurch die Linie Sachsen-Merseburg-Lauchstädt. Philipp ließ das Schloss für sich und seine Familie standesgemäß ausbauen und die im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigte und später abgetragene Stadtpfarrkirche wieder aufbauen. Im November 1685 konnte bereits die erste Taufe in der neuen Kirche im halbfertigen Kirchenschiff stattfinden.
Philipp widmete sich ganz seiner militärischen Karriere. Als Oberst im Dienste des Herzogs von Braunschweig und Offizier in der Reichsarmee gegen Ludwig XIV. fiel er im des Pfälzischen Erbfolgekrieg in der Schlacht bei Fleurus.
Tod und Begräbnis
Herzog Philipp fiel am 21. Juni 1690 32-jährig in der Schlacht bei Fleurus. Er wurde nach Merseburg überführt und in einem Zinnprunksarg in der Fürstengruft des Merseburger Doms beigesetzt. Da er keine überlebenden männlichen Nachkommen hinterließ, fiel seine Apanage zurück an seinen Vater, der sie jedoch Philipps Witwe als Witwensitz überließ. Diese zog sich jedoch 1704 auf das ebenfalls zu Sachsen-Merseburg gehörige Schloss in Forst zurück.
Ehe und Nachkommen
Seine erste Ehe schloss er am 9. Juli 1684 in Weimar mit Eleonore Sophia von Sachsen-Weimar, der Tochter Johann Ernsts II., Herzog von Sachsen-Weimar aus dessen Ehe mit Christina Elisabeth von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Franzhagen.
Mit seiner ersten Frau hatte er folgende Kinder:
Christiana Ernestina (* 16. September 1685 in Merseburg; † 20. Juni 1689 ebd.), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt
Johann Wilhelm (* 27. Januar 1687 in Bad Lauchstädt; † 21. Juni 1687 in Merseburg), Erbprinz von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt
18 Monate nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er am 17. August 1688 in Bernstadt Luise Elisabeth von Württemberg-Oels, die Tochter Christian Ulrichs I., Herzog von Württemberg-Oels aus dessen erster Ehe mit Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg.
Mit ihr hatte er einen Sohn:
Christian Ludwig (* 21. Juli 1689 in Merseburg; † 6. Juni 1690 ebd.), Erbprinz von Sachsen-Merseburg-Lauchstädt


August von Sachsen-Merseburg

August von Sachsen-Merseburg (* 15. Februar 1655 in Merseburg; † 27. März 1715 in Zörbig) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und Herzog von Sachsen-Merseburg-Zörbig.
Familie
August war der dritte Sohn des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg und dessen Gemahlin Christiana, einer Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.
Leben
Regierung in Zörbig
Um auch seine drei nachgeborenen Söhne standesgemäß versorgen zu können, wies ihnen Herzog Christian I. noch zu seinen Lebzeiten jeweils eigene kleine Herrschaftsbereiche als Apanagen zu, die jedoch weiter in Abhängigkeit von der Merseburger Hauptlinie blieben und deren Hoheitsrechte stark beschränkt waren. August erhielt im Zuge dieser Verteilung 1691 das Amt, die Stadt und das Schloss Zörbig samt nächstem Zubehör als eigene Residenz und begründete dadurch die Linie Sachsen-Merseburg-Zörbig.
August verlagerte sodann seine Hofhaltung aus Alt-Stargard, das er von seinem Schwiegervater als Mitgift erhalten hatte, nach Zörbig. Seine Herrschaft dort führte zu einer außerordentlichen Blüte. So wurden die Wiederaufbaumaßnahmen seines Vaters an der durch den Dreißigjährigen Krieg geschädigten Region fortgesetzt.
Ab 1694 ließ er die alte Burganlage als Schloss Zörbig zur neuen Residenz umbauen, wobei er die Fertigstellung jedoch nicht mehr erlebte. Es wurde nach seinem Tode seiner Gemahlin Hedwig und seiner Tochter Caroline als Witwensitz zugewiesen.
Zudem schenkte er der evangelischen Stadtkirche St. Mauritius einen neuen hölzernen Altaraufsatz, Taufstein und Kanzel.
Tod und Begräbnis
Herzog August starb am 27. März 1715 60-jährig. Er wurde unter großem Zeremoniell nach Merseburg überführt und in einem Zinnprunksarg in der Fürstengruft des Merseburger Doms beigesetzt. Da er keine überlebenden männlichen Nachkommen hinterließ, fiel seine Apanage zurück an die Hauptlinie unter seinem Neffen, dem Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Merseburg, der sie jedoch Augusts Witwe überließ.
Ehe und Nachkommen
Seine einzige Ehe schloss er am 1. Dezember 1686 in Güstrow mit Hedwig Eleonore von Mecklenburg-Güstrow, der Tochter Gustav Adolfs, Herzog zu Mecklenburg-Güstrow aus dessen Ehe mit Magdalene Sibylle von Schleswig-Holstein-Gottorf.
Mit seiner Gemahlin hatte er folgende Kinder:
Christiane Magdalene (* 11. März 1687 in Zörbig; † 21. März 1689 in Merseburg), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Zörbig
totgeborene Tochter (*/† 30. Dezember 1689 in Altstargard), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Zörbig
Caroline Auguste (* 10. März 1691 in Zörbig; † 23. September 1743 in Zörbig), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Zörbig
Hedwig Eleonore (* 26. Februar 1693 in Zörbig; † 31. August 1693 in Zörbig), Prinzessin von Sachsen-Merseburg-Zörbig
Gustav Friedrich (* 28. Oktober 1694 in Zörbig; † 24. Mai 1695 in Zörbig), Erbprinz von Sachsen-Merseburg-Zörbig
August (* 26. Februar 1696 in Zörbig; † 26. März 1696 in Zörbig), Erbprinz von Sachsen-Merseburg-Zörbig
totgeborene männliche Zwillinge (*/† 1707), Prinzen von Sachsen-Merseburg-Zörbig

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Karl Friedrich II. (Württemberg-Oels)

 
 
 
Herzog Karl Friedrich von Württemberg-Oels

Karl Friedrich II. von Württemberg-Oels (* 7. Februar 1690 in Merseburg; † 14. Dezember 1761 in Oels) war Herzog von Württemberg-Oels und Regent des HerzogtumsWürttemberg.

 

Karl Friedrich war ein Sohn des Herzogs Christian Ulrich I. von Württemberg-Oels (1652–1704) aus dessen zweiter Ehe mit Prinzessin Sibylle Marie (1667–1693), Tochter des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg. Beim Tode seines Vaters noch minderjährig, stand er zunächst unter Vormundschaft und wurde 1707 für volljährig erklärt.

Karl Friedrich vermählte sich am 21. April 1709 in Stuttgart mit Sibylle Charlotte (1690–1735), Tochter des Herzogs Friedrich Ferdinand von Württemberg-Weiltingen.

Ab 1738 war er als Vormund des Herzogs Carl Eugen gewählter Regent des Herzogtums Württemberg. Er war damit Nachfolger des Herzogs Carl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt, der sein Amt aus Altersgründen niedergelegt hatte. In diese Zeit fiel 1740 der Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekrieges. Im Jahr 1742 war Karl Friedrichs Heimat Schlesien nach dem Frieden von Breslau unter preußische Oberhoheit geraten, trotzdem nahm der Regent, wie auch dessen Nachfolger nicht an diesem Krieg teil. Während Karl Friedrichs Regentschaft wurde das gute Einvernehmen mit den Landständen wiederhergestellt und die Staatsverwaltung deutlich verbessert. In der vormundschaftlichen Regierung wirkten unter anderem Georg Bernhard BilfingerJohann Eberhard Georgii und Friedrich August von Hardenberg.

1744 wurde Herzog Carl Eugen von Württemberg im Alter von 16 Jahren von Kaiser Karl VII. für volljährig erklärt, womit Karl Friedrichs Wirken als Administrator in Württemberg endete.

Die Ehe des Herzogs war kinderlos geblieben. Karl Friedrich verzichtete im Jahr 1744 zu Gunsten des Sohnes seines jüngeren Bruders Christian UlrichKarl Christian Erdmann, auch auf die Regierung in Oels. Er lebte danach zunächst in Medzibor und schließlich in Oels, wo er 72-jährig starb.

File:168Carl Friedrich.jpg

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